Flimmercasten
14.07.2008
In zwei kurzen Sätzen bringt Chefredakteur und Projektleiter Martin Grau die Philosophie des Studenten-Projekts Flimmercasten auf den Punkt: "Bei Flimmercasten dreht sich alles um den Filmnachwuchs. Wir kümmern uns um junge innovative Filmemacher und stellen deren Projekte vor."
Das 2007 von Grau und drei Kommilitonen der Fachhochschule Mittweida gegründete Internetportal präsentiert keine eigenen Kurzfilme, sondern Filme über Filmprojekte - und noch mehr. "Im Grunde handelt es sich um eine multimediale Dokumentation der Entstehung eines Films, die Einblicke hinter die Kulissen von Nachwuchsfilmprojekten geben soll", so Grau.
Doch was soll das Ganze, wo man doch heutzutage auf fast jeder DVD ein Making-Of findet? Sinnvoll sei das Projekt deshalb, weil bei Flimmercasten unabhängige Leute ehrlich über die Probleme ihrer Filmarbeiten reden, meint Grau. Bei den klassischen DVDs sei das anders, da wären die Leute halt auf Promotion aus und gäben lediglich geschönte und bisweilen selbstverliebte Interviews.
Timo Schmidt von Flimmercasten interviewt Regisseur Sören Schaller
Den Machern von Flimmercasten geht es um die kleinen Geschichten. Sie wollen die Projekte von der Idee bis zur Premiere begleiten. Dabei sollen auch einzelne Schritte wie das Casting und Locationscouting dokumentiert und die einzelnen Crewmitglieder vorgestellt werden. Ziel ist, den Kurzfilm schon vor der Premiere bei einem größeren Publikum bekannt zu machen.
Ein erstes größeres Projekt wurde auch schon von Flimmercasten umgesetzt. In einer Dokumentation aus fünf Folgen wird die Entstehung des Kurzfilms "Vom Himmel" präsentiert. In Videopodcasts berichten die Jungs beispielsweise über die letzten Vorbereitungen, interviewen den jungen Regisseur Sören Schaller und geben insgesamt einen authentischen, ja fast intimen Einblick in den Prozess der Filmentstehung.

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