Radiokonzert Shout Out Louds | 25.02.2010
Shout Out Louds: alles zum Radiokonzert!
25.02.2010
Markus, 21 und aus Halle, war unlängst in Schweden. "Wer da wohnt, ist meist gut und tierisch entspannt drauf. Kein Wunder, dass die schwedischen Bands da einen Pophit nach dem anderen raushauen". Freundin Johanna nickt. Zur Vorbereitung auf den Festival-Sommer haben sich beide innerhalb der letzten beiden Monate alle Alben der Shout Out Louds gekauft und sind bei der Aussicht auf ein Konzert im 100-Mann-Rahmen mehr als nur hibbelig. Hört man sich vor Konzertbeginn ein wenig im Auditorium um, kommt immer wieder die Bemerkung auf, wie hübsch die Shout Out Louds doch anzusehen sind. Moment mal, wollen hier alle nur gucken, oder was? Da sehen wir heute also mal genauer hin!
Die Photos vom Radiokonzert mit den Shout Out Louds
Support-Stars aus Magdeburg
Zunächst Begbie: Sechs Songs haben die sympathischen Herren im Gepäck, mit Akustik-, E- und Bassgitarre, stampfenden Drums und Melodien so klar wie hochalpine Bergseen. "Normalerweise spielen wir lauter" verrät Sänger Christoph Schönefeldt. Ist aber auch so ganz prima, das Publikum hängt Christoph jedenfalls mucksmäuschenstill an den Lippen. "I am walking on Air" heißt es beim Song "Maybe", den Anwesenden geht es ähnlich. Besser hätten das US-Heroen wie Jimmy Eat World auch nicht hinbekommen, "Live For Today" schwingt sich dezent zu einer Indiehymne auf, die einen Saufabend mit den Gallagher-Brüdern locker überstehen würde. "Tolle Jungs!" resümiert Kristin, 23, aus Magdeburg. "Die sind bei uns schon so was wie richtige Stars!"
Publikumsbilder vom Radiokonzert mit den Shout Out Louds
Von mit-reissenden Saiten und singenden Gästen
Jetzt aber die offiziellen Stars des Abends, die schwedischen Überpopper von den Shout Out Louds. Gitarrist Carl von Arbin zählt auf Deutsch ein, dann röhrt auch schon der Bass, ein Schellenkranz klirrt und man wird in die erste Melodie geschmissen, die man am liebsten für die nächsten 24 Jahre vor sich hinpfeifen möchte. "1999" heißt übrigens der Song.
Auf "Throwing Stones“ folgt das shoegazige "Play The Game", das in einem rüpeligen Gitarreninferno gipfelt. Da wird es selbst den Gitarrensaiten zu heiß, die verzweifelt reißen. "Alter Schwede" bemerkt Keyboarderin Bebban, nicht ahnend, dass eine Minute später die nächste Gitarrensaite zu beklagen sein wird. Schließlich wird es dann doch noch was, mit Gitarre und "Tonight I Have To Leave It", bei dem Sänger Adam die Kuhglocken wirbeln lässt und das mittlerweile wild tanzende Publikum glückliche "Give Love"-Textzeilen-Einsätze zurückgibt.
Straight into Mittelohr
Das achte Lied ist dann mit "Please Please Please" der nächste Indiedissen-Gassenhauer der Shout Out Louds; es wird gehüpft und getobt und Bebban spielt mit dem Schellenring wie mit einem Heiligenschein. Ein bisschen ist es, als würde man im späten August durch frisch gemähte Felder radeln, es geht berab und man zieht die Beine an. "Very Loud" gebärdet sich im Anschluss als junger Bulle, der zum ersten Mal in seinem Leben in die Arena gelassen wird, beim Folgesong "Show Me Something New" spingen beschwippste Gitarren Seil.
Fotostrecke: Die Shout Out Louds beim Soundcheck
Nach "Impossible" und "Walls" ist leider auch schon Schluss, wir atmen durch und wischen uns die Tanzperlen aus dem Gesicht. "Super, was für ein abwechslungsreiches Konzert" befindet die achtzehnjährige Eva aus Magdeburg und leuchtende Augenpaare um sie herum geben ihr recht. Ach ja: Hat da jetzt eigentlich jemand geprüft, ob die fünf Schweden aus der Nähe betrachtet wirklich so gut aussehen? Müssen wir im Eifer des Gefechts glatt vergessen haben!









































































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