SPUTNIK Update
Bildungsstreik geht weiter
Auch Leipzig mischt jetzt mit
Der Hauptstreiktag an vielen Unis in der SPUTNIK-Zone ist gelaufen, jetzt kommt noch einmal richtig Fahrt in die Proteste: Die Hochschulrektorenkonferenz steht in Leipzig an und dafür hat der dortige StudentinnenRat eine Großdemo organisiert. Die Studierenden arbeiten weiter an Forderungen und Vorschlägen.
Demo-Organisatorin Ulrike Nack im mySPUTNIK-Interview
Bislang haben sich die Studenten der Uni Leipzig beim Streik zurückgehalten: Jetzt besetzten sie den großen Hörsaal, in dem die Hochschulrektorenkonferenz vermutlich stattfinden sollte. Außerdem erwarten die Leipziger weitere Studenten aus dem gesamten Bundesgebiet. Ulrike Nack vom StuRa ist die Macherin der Leipziger Proteste. Mit mySPUTNIK-Moderator Raimund spricht sie darüber, was auf dem Plan steht. anhören
Studentenleben geht weiter
Aber was machen die Studenten überhaupt, wenn sie nicht diskutieren? Wie organisiert man den Alltag, wenn man in den größten Hörsaal der Uni eingezogen ist? SPUTNIK Reporterin Theresa hat mit Studenten vor Ort über provisorische Küchen, Müllbeseitigung und Kuschelecken gesprochen. >>anhören
Audimax-Besetzer am 22.11. bei mySPUTNIK im Interview
Tina und Benjamin sind nur zwei von vielen Studenten der Uni Halle, die nicht aufgeben. Sie haben zu dem ungewöhnlichen Mittel der Uni-Besetzung gegriffen, um die Wichtigkeit ihrer Forderungen, nach besseren Studienbedingungen und mehr Geld für Bildung, Nachdruck zu verleihen. Die Uni-Leitung stellt sich hinter ihre Studenten. Von Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz gab's unterdessen einen Korb; man brauche noch Zeit, die Forderungen auch in die Tat umsetzen zu können. Das ganze Interview mit Benjamin und Tina hört ihr hier
Das passierte am Hauptstreiktag in der SPUTNIK Zone:
Auf ihrer Webseite bildungsstreik.net, kündigten die Studenten einen ''heißen Herbst'' an. Und der erreichte Dienstag seinen Höhepunkt. In mehr als 50 deutschen Städten gingen die Studenten wieder auf die Straße. In Jena stürmten 20 Studenten entgegen der Absprachen den Uni Haupteingang. Unsere Reporter berichteten den ganzen Tag live von den Protesten aus der SPUTNIK Zone.
Magdeburg: Flashmob für die Bildung
Mehr als 100 Studenten hatten Dienstagmorgen schon einen Flashmob für die Bildung gestartet: Mit einem Fahrradkorso legten sie den Straßenverkehr im Kreisverkehr lahm und zogen dann für den zweiten Flashmob weiter zum Hasselbachplatz.
Dresden: Ruhe vor dem Sturm
In der Landeshaupstadt passierte zunächst nicht viel. Der Uni-Betrieb lief wie gewohnt. Erst für Mittag waren die ersten Flashmobs geplant. Die Themen: ''Gönn' dir eine Pause, Bachelor!'' und ''Tatort Bologna - Opferzahl steigend!''
Große Proteste auch in Jena
Rund 600 Studenten zogen Diestagmorgen vom Uni-Campus mit einem großen Transparent quer durch die Stadt. Die Aufschrift: Bildungsstreik. Am Holzmarkt schlossen sich dann die Schüler an.
Korrespondeten live aus der SPUTNIK Zone
Unsere Reporter berichteten für euch live von den einzelnene Protestaktionen in der SPUTNIK Zone. Was Dienstagmorgen geschah.
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Fotostrecke von den Protesten aus Jena
Update aus Magdeburg
In Magdeburg hatten die Studenten ihre Protestaktionen auf die Flashmobs am Morgen beschränkt. Doch die hatten den ganzen Autoverkehr im Kreisverkehr und am Hasselbachplatz unter Kontrolle. Für ein paar Minuten ging es weder vor noch zurück.
Update aus Dresden
Die Flashmob-Welle kam hier gegen Mittag ins Rollen. Die Studenten tanzten Walzer und beendeten diesen mit einem Freeze: Sie froren alle in einer Bewegung ein. Kurz danach folgte der zweite Flashmob in der Altmarkt-Galerie in Dresden. Bei dem Kommando ''Tatort Bologna'' sind zahlreiche Studenten auf den Boden gefallen. Erst nach dem zweiten Kommanda ''Opferzahl steigend'' standen sie langsam wieder auf. Wie sich das angehört hat, erzählte Sputnik Reporterin Sarah Tschernigow.
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Update aus Jena
In Jena zogen die Studenten auf ihrem Protestzug doch spontan zum Hauptgebäude der Uni. Das sollte eigentlich ausgespart werden. Rund 20 Studenten gingen noch einen Schritt weiter: sie lösten sich aus der Menge und stürmten den Haupteingang der Uni. Dabei kam es zu einem Gerangel mit der Polizei. Laut Polizeiführer musste sich ein Beamter sogar mit Reizgas verteidigen. Nach dieser Aktion wurde die Stimmung wesentlich aggresiver. Während einer Abschlusskundgebung im Hörsaal eins wurde dieser spontan von Studenten besetzt.
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