SPUTNIK Hörerlebnis
Oliver Rohrbeck liest 'Delfinarium'
22.03.2012
Das Buch
"Delfinarium" von Michael Weins
Martin ist ein Apfelmensch. Martin hat zwar seinen Schulabschluss in der Tasche, macht aber keine Anstalten, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. Martin schläft mit Petra, einfach nur um Erfahrungen zu sammeln, um Liebe geht es nicht. Martin hat einen Vater, der ziemlich oft weint. Martin meldet sich auf eine kuriose Jobanzeige - und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die sei Leben für immer verändern werden.
Delfine als Therapie
Martin heißt eigentlich Daniel. Daniel Martin, also: vorn Daniel, hinten Martin. Weil er sich aber beim Vorstellungsgespräch für den neuen, kuriosen Job mit Martin vorstellt, so wie andere sagen: "Müller hier.", heißt er von da an nur noch Martin. Er soll mit einer Frau namens Susann in ein Delfinarium gehen, als Begleitung. Das regelmäßig und für 15 Euro pro Stunde.
Sieben Miunten "weg" ...
Ihr Ehemann Henry hat diese lukrative Stelle ausgeschrieben. Natürlich hat das Ganze ein paar gewaltige Haken. Susann ist Anfang 30, also gut 10 Jahre älter als Daniel. Sie spricht nicht, schaut durch ihr Gegenüber hindurch und trägt komische Klamotten, uniformiert sieht sie aus. Bei der Geburt ihres ersten Kindes sei was passiert, erklärt Henry. Sie wäre sieben Minuten weg gewesen, und danach war sie dann so, wie sie jetzt ist. Nichts interessiert sie, weder ihr altes Leben, noch ihr Kind. Doch sie liebt Delfine. Deswegen der Job. Daniel versteht.
Martin, der Apfelmann
Bei dieser einfachen Tätigkeit - ins Delfinarium und wieder zurück - bleibt es natürlich nicht. Seltsames geschieht. Und dann taucht jemand auf, der behauptet, Susann sei eigentlich SEINE Frau Marie. Daniel, bei allen nur als Martin bekannt, der in einem kleinen Dorf zwischen riesigen Apfelplantagen wohnt und deswegen ein Apfelmann ist, Daniel ist verwirrt. Er forscht nach, ein bisschen ängstlich, ein bisschen fasziniert. Er will das Rätsel lösen. Und verliebt sich.
Der Autor
Michael Weins (*71) lebt als Autor und Psychologe in Hamburg. Er ist Mitbegründer der Literaturclubs "Machtclub" und "Schischischo". 2001 erschien sein Kurzgeschichtenband "Feucht“, 2002 sein Roman "Goldener Reiter“. Er erhielt zweimal den Hamburger Förderpreis für Literatur, zuletzt für einen Ausschnitt aus "Delfinarium".
"Delfinarium" von Michael Weins ist unser SPUTNIK HÖRERLEBNIS! Immer Sonntags ab 22:00 Uhr hört Ihr die seltsame Geschichte um Daniel und Susann. Folge verpasst? Kein Problem - der Podcast steht euch zur Verfügung!






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