Wir haben gemeinsam mit den Jugendradios der ARD in zwei Sondersendungen dafür gesorgt, dass sich die Spitzenkandidaten der Union und der SPD schon vor der Wahl mit euern Fragen beschäftigen.
Fotostrecke: Der Kanzlercheck mit Angela Merkel aus SPUTNIK-Sicht
Nach zweimal 60 Minuten lässt sich ein Vergleich wagen: Wir haben die Positionen der Kandidaten zu den Themen, die euch bewegen, zusammengefasst:
Perspektive Ost
Bundeskanzlerin Angela Merkel wundert sich nicht, dass viele Uni-Absolventen Jobs gerade in Süddeutschland annehmen. Dort gebe es immer noch die besseren Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter. Da stünde der Osten noch nach. Steinmeier sieht das ganz ähnlich, ist aber optimistisch: „Ich glaube, dass im Osten wirklich was geht!". Dennoch seien große Unternehmen zurückhaltend bei der Schaffung von Jobs, es müsse noch einiges getan werden, um den Osten für Arbeitgeber und -nehmer attraktiver zu machen. Ein erster Schritt sei auch, Mindestlöhne zu garantieren.
Datenvorratsspeicherung und Sicherheit im Netz
Angela Merkel sagt deutlich, dass die Regierung „keine Zensur im Netz will“. Sperren seien aber bei Kinderpornografie zwingend nötig, da diese zu den „widerlichsten“ Internetproblemen zählt. Den „gläsernen Bürger“ soll es nicht geben. Frank-Walter Steinmeier sieht auch den Kinderschutz in Netz an oberster Stelle; mögliche Regulierungen sollen in allen Fällen den Datenschutz so weit wie möglich gewährleisten.
Ausbildung & Jobs
Steinmeier setzt unter anderem auf seinen „Deutschlandplan“, um die Chancen für junge Leute in den Berufseinstieg zu verbessern: Mittels geförderter Altersteilzeitjobs sollen alte Menschen eher aus dem Beruf ausscheiden ohne Gehaltverlust durch Förderung vom Staat, wenn dafür ein junger Mensch dessen Platz einnimmt. Der SPD-Kanzlerkandidat strebt nicht weniger als Vollbeschäftigung an. Merkel sieht Verbesserungspotential im Osten in Sachen Arbeitsbedingungen und Lohn – zu viele Uni-Absolventen würden nach wie vor in den Westen abwandern. Studiengebühren befürwortet sie, so lange diese zum Zwecke eines besseren Studiums eingesetzt werden.
Fotostrecke: Frank-Walter Steinmeier beim Kanzlercheck
Fotostrecke: Kanzlercheck aus Sicht von Frank-Walter Steinmeier
Atomenergie
Die SPD um Steinmeier will den Atomausstieg bis 2020 trotz bis heute ungeklärter Situation bezüglich atomarer Endlager. Merkel setzt hingegen auf was sie „Brückentechnologie“ nennt: Erst wenn alternative Energiequellen erschlossen sind, soll weniger auf Atomenergie gesetzt werden. Bis 2020 sieht sie dafür keine Chance.
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