Im SPUTNIK-Interview: Ellie Goulding

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Ellie Goulding im SPUTNIK-Interview

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Ellie Goulding im SPUTNIK-Interview

Ellie, Du wärst fast Fitness-Trainerin geworden. Welche Übungen sollten die Leute zu den Songs Deines ersten Albums absolvieren?
Ellie: Sie sollten rennen und zwar am besten durch eine perfekte Welt. Ist aber nur ein Vorschlag, also wenn jemand nicht gern rennt – nicht so schlimm. Vor allem die erste Single ist aber ein guter Song, um dazu Sport zu treiben. Ich könnte mir gut vorstellen, wie sich die Leute dazu bewegen. Das wäre für mich eigentlich perfekt.

Du hast ja eigentlich mit Folkmusik auf Deiner Akustikgitarre begonnen. Irgendwann kam dann Frankmusik dazwischen und brachte Dich zum Elektropop, richtig?
Ellie: Das war gar nicht unbedingt er, sondern ein Treffen mit Starsmith, durch das sich alles veränderte. Meine Songs hatten schon immer elektronische Elemente. Aber irgendwie wusste ich nicht, wie ich die richtig umsetzen sollte. Starmith zu treffen markierte dann den Wendepunkt. Denn plötzlich war mir klar, in welche Richtung meine Songs gehen sollten. Und genau das haben wir auch erreicht: wir haben gemeinsam Songs konstruiert, gemacht und waren erfolgreich, weil wir gut zusammen gearbeitet haben. Wenn es nur mich und meine Gitarre gegeben hätte, wäre nie ein Album draus geworden.

Auf Deinen Debütalbum ist auch der erste Song, den Du überhaupt jemals geschrieben hast. Kannst Du dich noch an die Zeit und die Umstände erinnern?
Ellie: Ich war an der Uni in meinem Zimmer, hatte nur einen Bademantel an und es war so kalt! Ich hatte meinen Fön an und machte mir die Haare – trotzdem war es unglaublich kalt. Ich saß also auf meinen Bett, fühlte mich sehr einfach und wünschte mir, einfach zurück zu Hause zu sein – draußen auf dem Land. Dieser Raum war wirklich verdammt klein und ich wünschte mir in dieser Situation ein wenig, dass ich mich besser nie an der Universität eingeschrieben hätte.

In der Biographie deines Labels steht, dass Du seit deinem siebten Lebensjahr Tagebuch führst?
Ellie: Inzwischen nicht mehr, aber als ich noch jünger war, machte ich das. Es war ein ziemlich dummes Tagebuch, aber ich schrieb trotzdem immer weiter rein. Mit acht habe ich glaube ich damit angefangen. Anne Frank hat mich da stark beeinflusst, weil ich in sehr jungem Alter ihr Tagebuch gelesen hatte. In meinem stand dann natürlich ziemlich viel Müll, aber danach schrieb ich ständig und immer etwas auf.

Die Biographie erzählt auch, dass Deine Mutter Dich als Kind immer baten, doch endlich mit dem singen aufzuhören. Was denkt sie heute über Deine Musik?
Ellie: Jetzt interessiert sie sich sehr dafür, aber vor meinem Erfolg kümmerte sich eigentlich niemand darum. Weil ich einfach nicht aus der Menge herausstach. Inzwischen kann ich mich selber gar nicht mehr so richtig daran erinnern, aber ich glaube, dass ich eine lange Zeit überhaupt nicht gesungen habe, wenn jemand anderes im Raum war.

Neben der Musik joggst Du sehr gern. Bis zu 10 Kilometer am Tag?
Ellie: Auf jeden Fall, nur habe ich momentan kaum Zeit zum joggen. Ich versuche soviel wie möglich zu rennen, wann immer es möglich ist. Aber momentan bin ich sogar zu müde zum joggen. Das ist echt schade, denn das ist neben der Musik tatsächlich mein ein und alles. Ich bin auch ein kleiner Gesundheits-Freak, versuche gut zu essen und zu trinken. Und ich behalte meinen Körper im Auge, mache soviel Sport wie möglich.

Klingt als ob Du eine richtige Expertin wärst.
Ellie: Ich bin keine Expertin, sondern habe einfach das Gefühl dass eine Verbindung zwischen dem, was du bist und deinem Lebensstil gibt.

Dein Album erscheint im Mai, was können wir von den dann sicher folgenden Livekonzerten erwarten?
Ellie: Ich werde zusammen mit meinem sehr talentierten Schlagzeuger und einem genauso talentierten Multiinstrumentalisten auf der Bühne stehen. Ich spiele verschiedene Instrumente: mal Gitarre, mal Schlagzeug, ganz offensichtlich werde ich auch singen. Außerdem wir uns Max begleiten. Er wird auch singen, Keyboard und Schlagzeug spielen. Jede Menge Instrumente also, es ist wirklich live und voller Energie.

Interview: Andreas Zagelow

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