SPUTNIK Black Beatz
Can't Get Enough: the best of Black Beatz 2011
29.12.2011
Rap-City Pittsburgh?
Der erste meteoritenhafte Hiteinschlag des Jahres 2011 wird wohl annalentechnisch auf das Superbowlweekend am 6. Februar datiert werden. Just an diesem Tag mauserte sich die eigentlich dem Steelers-Fanschalcolorit gewidmete Vereinshymne "Black & Yellow" zum Stadion-Schlager schlechthin und hievte nicht nur den schlacksigen Pittsburgher Rolling Paper-Spezie Wiz Khalifa endgültig auf die Hip-Hop-Landkarte, sondern auch seine Heimatstadt. Und wie endet das Jahr? Mit dem 19-jährigen - ebenfalls Pittburgher - Hitparadenstürmer Mac Miller, der in einer Art Krankenfahrgerät nicht nur die Five Ave runterbrettert, sondern auch in hiesigen Clubs für erhöhnte Bouncegefahr sorgt. Die Lunte 2012 ist gelegt.
Nice R&B-Club-Stuff auf der DBC-Pole
Dazwischen sorgte nicht nur ein schweißtreibend guettaisierter Snoop Dogg, die worldwide vagabundierende Hook-Maschine Pitbull oder eine nach Liebe trachtende Rihanna für 130 BpM-Clubfutter, sondern auch ein Spanier namens Juan Magan, dessen Rakete "Bailando Par El Mundo" bis auf die Pole der hiesigen Black Charts pfiff. Und apropos Deutsche Black Charts-Eins: Da versprühten solche Fachkräfte wie Monica, Swizz Beatz oder Kollege Red Cafe den Duft herrlich groovenden R&B und Hip-Hop-Tanzgutes alter Schule. Genau so wie die Dr. Dre -Snoop & Akon-Rauchwaren-Adaption namens Kush, ihres Zeichens ja immer noch dem unveröffentlichsten Album aller Zeiten zugehörig. Dres "Detox" halt.
Young Money-Kavallerie
Als Speerspitzen des Undergrounds seien hier der Madlib-Schützling M.E.D., der alte Rawkus- Recke Pharoahe Monch und der famos gurgelnde Vocal-Bass des Tyler, The Creator erwähnt, der mindestens die Hälfte aller "New Artist of the Year"-Auswahlverfahren für sich entschieden haben dürfte. Die Rap-Senioren waren durch die Beastie Boys und Naughty By Nature ebenso formidabel vertreten, wie die selbsternannten Thronwächter in persona eines Jay-Z und eines Kanye West. Und dann gab es natürlich DJ Khaled und die Young Money-Kavallerie, deshalb direkt zur inoffiziellen Top 3 der Black-Beatz-Belegschaft.
Top 3 aus der Black Beatz-Baracke
Der Bronzeplatz geht an das fulminante Drake-Gerät "Headlines", zu dem mit "Take Care" nicht nur das amtlich traurigste Album, sondern mit Weezys "She Will" und DJ Khaleds "I'm The One" de facto auch eine der prägendsten Sound-Blaupausen der Saison gehören. Zwei: Mayer Hawthorne und sein unfassbar schwingendes Stück Heimatverbundenheit namens "A Long Time" - besser kann man Motown nicht in die Gegenwart bugsieren. Und der Goldjunge dieses Jahr? J. Cole. Nicht nur, dass sein als "Cole World- The Sideline Story" betitelter longplay zum buchstäblich Coolsten gehört, was das Albumregal des lokalen Fachverkäufers so zu bieten haben dürfte, die Trey Songz-Collabo-Fackel "Can't Get Enough" bewies genau das. Wie der Name schon sagt.
Die Tapes startklar gemacht, die record-Bottons poliert - der ultimative Black Beatz 2011er Rundumschlag back to back in the Mix. Freitag 22:00.



Artikel verbreiten:
oder
via Mail empfehlen