SPUTNIK Popkult | Mo-Fr 19 bis 22 Uhr
Kimbra macht keine leeren Versprechungen
16.07.2012
Noch immer schallt uns "Somebody That I Used To Know“ des in Australien geborenen Belgiers Gotye in den Ohren. Ein gefühlvoller, eingängiger Song über die zwei Seiten einer gescheiterten Beziehung. Für den weiblichen Gesang in seinem Song entschied sich Goyte für die neuseeländische Sängerin Kimbra – und setzte sich wochenlang in gleich mehreren Ländern an die Spitze der Charts.
Kimbra: "Den Gesang zu 'Somebody That I Used To Know’ haben Gotye und ich in meinem Schlafzimmer aufgenommen.“
Doch Kimbra kann mehr als nur die starke Stimme für den musikalischen Sidekick liefern. Die 22-jährige Neuseeländerin hat gerade ihr erstes Album "Vows“ veröffentlicht. Ähnlich wie ihr Musikerkollege lässt sie sich darauf nicht auf einen Stil festlegen. Rock, Pop, Jazz, R’n’B, traditionelle afrikanische Musik, Soul, Elektro… Auf "Vows“ hat alles seinen Platz.
Kimbra: "Ich bin stolz auf die Welt, die man auf meiner Platte findet.“
Vier Jahre lang arbeitete Kimbra an ihrer Debütscheibe. Vier Jahre, in denen Kimbra Zeit hatte, intensiv an ihrem Sound zu feilen und um zu zeigen, wie viel Vielfalt in ihr steckt. In eine der musikalischen Schubladen lässt sie sich mit ihrem Erstlingswerk nicht stecken, wird von Kritikern aber schon jetzt mit Sängerinnen wie Nina Simone, Florence And The Machine und Björk verglichen.
Zu Recht, wenn man hört, dass Kimbra schon im zarten Alter von zehn Jahren ihre ersten Songs geschrieben hat und auf 8-Spur-Rekordern, die sie in der Schule auslieh, aufnahm. Diese Experimentierfreude hat über die Jahre nicht abgenommen. Da kann es schon mal passieren, dass Kimbra als Asthmatikerin das Geräusch ihres Asthma-Sprays in einem Song verwurstet.
Kimbra: "Ich mag Überraschungen und habe in der ersten Platte die Chance gesehen, einfach mal alles auszuprobieren.“
Mit "Vows“ - was übersetzt soviel heißt wie "Schwur“ oder "Versprechen“ – hat Kimbra sich selbst ein Geschenk gemacht. Die Neuseeländerin wünschte sich die Platte so sehr, auch wenn es manchmal nicht danach aussah, dass das Album zustande kommt. Uns verspricht Kimbra auf ihrem Album 15 vollkommen verschiedene Songs, verbunden von ihrer eindrucksvollen Stimme.
Mal geheimnisvoll, mal flehend, mal sinnlich oder verrucht: Beim Anhören von "Vows“ dürfte jeder etwas Passendes finden.
Unsere Musikredaktion hat "Vows" zu unserem SPUTNIK Album der Woche gekürt und stellt es euch ausführlich im SPUTNIK Popkult (Mo-Fr von 19 bis 22 Uhr) vor.
Und wer Gefallen daran findet, schickt einfach eine freundliche Mail an 210000@mdr.de - mit etwas Glück liegt die Scheibe dann bald in eurem Briefkasten!






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