SPUTNIK Popkult | Mo-Fr 19 bis 22 Uhr
Madsen - Neubeginn mit Kampfansage
13.08.2012
Madsen haben aufgeräumt
Die Jungs haben unnötigen Ballast abgeworfen oder wie sie sagen würden, die leeren Pfandflaschen im Getränkemarkt abgegeben und die Gitarrenplektren neu sortiert. Denn auf dem Vorgängeralbum "Labyrinth" haben sie sich ein Stück weit verhoben. "Das waren nicht unbedingt wir", sagt Sebastian über den Versuch, sich 2010 am großen Pop-Entwurf a la Madsen zu probieren. Seitdem ist viel passiert, Sänger Sebastian sprang bei einem Videodrehunfall knapp an einer Katastrophe vorbei. Von dem Schock erholt, touren Madsen sich wie bewährt den Arsch ab, für einen Monat im Auftrag des Goethe-Instituts sogar in den USA.
Zurück zum Wesentlichen
Zwei Jahre später präsentieren die Wendländer jetzt ihr fünftes Album "Wo Es Beginnt". Der Titel ist durchaus programmatisch, denn Madsen beginnen wieder da, wo sie angefangen haben – als eine Band, in einem Proberaum. "Wir fanden die Idee einfach so gut, zu viert in einem Proberaum zu stehen und dass das dann wirklich nach Band klingt", begründet Sebastian die Abkehr vom großen Produktionspomp. "Wo Es Beginnt“ reduziert sich auf’s Wesentliche. Auf das, was eine gute Band ausmacht: den Song, den Druck, den gemeinsamen Moment!
Analog ist besser
Um diesen Neubeginn auf dem Album auch hörbar zu machen, haben sich Madsen eine altmodische analoge Bandmaschine besorgt. "Dadurch mussten wir viel konzentrierter arbeiten und vor allem richtig gut proben", denn ein Tonband verzeiht laut Sebastian keine Verspieler. Eine ähnliche Herangehensweise verfolgten im vergangenen Jahr schon die Foo Fighters. Und mit ihrer neuen Platte empfehlen sich Madsen auch musikalisch als das deutschsprachige Pendant zu den Alternative-Rock-Lieblingen um Dave Grohl. Davon kann sich spätestes ab Oktober jeder ein Bild machen, dann nämlich gehen die Jungs auf ausgedehnte "Wo Es Beginnt"-Tour.
Alles über "Wo Es Beginnt" - unser SPUTNIK Album der Woche hört in dieser Woche im Popkult von 19 bis 22 Uhr. Und wenn Ihr eine Mail an die 210000@mdr.de schreibt, habt Ihr die Platte vielleicht bald im Briefkasten.






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