SPUTNIK Popkult
Nach Hause - den Fluss hinauf!
26.08.2011
Viele Popstars würden alles tun, um ihre Herkunft und insbesondere das spießige Elternhaus aus den Siebzigern vor der Öffentlichkeit zu verbergen - schließlich haben hochbezahlte Manager zu lange an Lebenslauf, Image und Garderobe gefeilt, als dass man sich das von der Realität kaputtmachen lassen dürfte.
Thees Uhlmann ist anders. Thees Uhlmann schreibt große Teile seines selbstbetitelten Soloalbums am Flügel im Wohnzimmer seiner Eltern, dreht auf der Terrasse gleich das Video und schneidet obendrein noch Original-Super8-Filme mit Kindheitserinnerungen dazwischen.
Die Zeit war reif dafür. 37 Jahre ist Thees jetzt alt, und die Entscheidenden davon hat er als Frontmann bei der Band Tomte erlebt. Das Album ist - so Thees Uhlmann über "Thees Uhlmann" - etwas, was nur er selber ist.
Das ist - freundlich gesagt - untertrieben. Denn Thees Uhlmann ist nicht nur Kind der Achtziger, war Pierre-Littbarski- und ist Bruce Springsteen-Fan, sondern er ist auch einer der besten Wortefinder und Geschichtenerzähler, die die deutsche Szene derzeit zu bieten hat.
Und so ist diese Platte keineswegs nur Uhlmannsche Nabelschau, sondern voller allgemeingültiger Hymnen an das Leben und den Rock 'n' Roll, voller Gedanken um die Themen Erwachsensein, Identität und Heimat. Zum Laichen Und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf!







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