Die SPUTNIKER am Nachmittag
Gamecheck: Darksiders 2 (Xbox 360, PS3, PC)
16.08.2012
Kurzfazit für eilige Leser
Noch größer, noch abwechslungsreicher, noch schneller, noch besser als der Vorgänger. Und der war ja schon richtig gut.
Darum gehts
Im ersten Teil wurde dem apokalyptischen Reiter “Krieg“ vom “Feurigen Rat“ vorgeworfen, die Apokalypse über die Menschheit gebracht zu haben. Was trotz des Namens definitiv nicht sein Job ist. Er darf aber runter zur Erde, um die Sache aufzuklären - das ist der Inhalt von Teil eins. Im zweiten Teil geht’s um seinen Bruder “Tod“. Der möchte natürlich helfen, stellt den unkooperativen “Hüter der Weisheit“ zur Rede, landet in einer Parallelwelt, die von einer finstren Macht namens “Korruption“ beherrscht wird und muss zum Baum des Lebens gelangen. Was sich jetzt abgedrehter liest als es dann im Spiel rüberkommt.
Angespielt
Wie auch in Teil eins wird wieder viel geklettert, die Welt erkundet und natürlich auch gekämpft. Letzteres mit Sicheln, Schwertern und Äxten, aber ohne Abwehr-Moves; Tod ist eben einer von den ganz Harten. Für gewonnene Kämpfe gibt es Gold und Erfahrungspunkte, die man im Skilltree investiert, um den Tod hochzuleveln. Neben den zahlreichen Hauptquests, die gekonnt in die Story eingeflochten sind, lassen wir uns auch gern von den vielen Nebenquests ablenken; am Ende kann dann eine Spielzeit von bis zu 50 Stunden auf dem Tacho stehen.
Plus/Minus
Bruder Tod zeigt sich wesentlich agiler und beweglicher als Krieg in der Erstausgabe - das spielt sich jetzt alles etwas flüssiger und flotter. So sind in den zahlreichen Jump & Run-Passagen Vergleich mit dem akrobatischen “Prince of Persia“ nicht ganz verkehrt. Für Auflockerung sorgen kleinere Schalter- und Schieberätsel, die erst zum Ende hin deutlich schwerer werden. Nicht so gelungen ist die manchmal etwas zickige Kamera, die mit dem agilen Tod nicht immer mithalten kann und die langen Ladezeiten - letzteres ist der Preis für die immens große Spielewelt.
Technik
Die Grafik ist klasse - sofern man den Comicstil des amerikanischen Zeichners Joe Madureira mag, der schon recht eigenwillig, dafür aber auch sehr detailverliebt eindrucksvoll ist. Die Monster sehen bei ihm besonders monströs aus, die lauschigen Wälder der Oberwelt besonders lauschig und die Dungeons der Hölle besonders... nun ja…. höllig eben. Beim Sound gibt’s sowohl die (etwas bessere) englische und die deutsche Synchronisation, der orchestrale Soundtrack hat Gänsehaut-Potenzial.
Fazit
Fette Endbosse, eine gigantisch große Spielewelt mit Tonnen von Quests, ein abwechslungsreicher Mix aus Jump & Run, Action und Rätseln, dazu eine gute Story und eine (fast immer) saubere Technik - damit übertrifft “Darksiders 2“ noch einmal den ohnehin schon guten Vorgänger. Dafür sollte man aber schon recht fix am Controller sein - viel Zeit zum Nachdenken habt Ihr in diesem Feuerwerk selten.
Bewertung
| Grafik | Grandioser Comicstyle - 5 SPUTNIKS |
| Sound | Gänsehaut-Orchester und gute Sprachausgabe - 5 SPUTNIKS |
| Steuerung | Zu schnell für die Kamera - 4 SPUTNIKS |
| Umfang | 25-50 Stunden - 5 SPUTNIKS |
| Multiplayer | nur solo |
| Spieldesign | Riesige Spielwelt, viel Abwechslung - 4 SPUTNIKS |
| Preis/Leistung | Gut - 4 SPUTNIKS |
Gesamtwertung Spielspaß: 4,5 SPUTNIKs
Info
| Game | Darksiders 2 |
| Genre | Action |
| Entwickler / Publisher | THQ |
| System | PC, PS3, Xbox 360 |
| Preis | 50-65 Euro |
| Spieler | 1 |
| Schwierigkeitsgrad | einstellbar |
| Sprache | deutsch und englisch |
| USK | ab 16 |
| Release | 17.08.12 |






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