Die SPUTNIKER am Nachmittag
Gamecheck: Skyrim Dawnguard (Xbox 360)
15.07.2012
Kurzfazit für eilige Leser
Zwei neue Fraktionen, neue Kräfte, einige neue Gebiete und eine Story noch über Skyrim-Niveau. Allerdings auch vergleichsweise teuer, momentan noch verbugt und ohne größeren Nutzen für bereits hoch gelevelte Spieler.
Darum gehts
Das erste DLC für das derzeit wohl beliebteste Action-Rollenspiel startet in einer der Hauptstädte. Dort erfahren wir von einem Vampirproblem - und das auf Dämmerwacht Vampirjäger rekrutiert werden. Also nichts wie hin. Unser erster Auftrag: Eine Höhle untersuchen. In der finden wir Serana, Tochter des Vampirfürsten Harkon. Ganz Gentleman bringen wir sie sicher nach Hause, wo der erfreute langzahnige Papa uns anbietet, uns zum unsterblichen Vampir zu machen. Das können wir annehmen - und dann auf Seiten der Vampire gegen die Menschen zu wüten - oder ablehnen, und uns den Vampirjägern anschließen.
Angespielt
Wer sich für den Vampirfürsten entscheidet, bekommt eine neue Gestalt und neue Vampirkräfte. So verschießt Ihr Eiszapfen, könnt ein wenig rumschweben, Tote wiederbeleben, Euch mit einem Mantel aus Fledermäusen umgeben oder anderen das Leben aussaugen. Aber auch als Vampirjäger geht man nicht leer aus: Es gibt die Armbrust als neue Waffe, man kann sich Rüstungen aus Drachenknochen schmieden und Werwölfe bekommen einen eigenen Talentbaum. Ein paar neue Gegner finden sich dann auch, wie die Höllenhunde, die Gargoyles oder ein untoter Drache. Das alles findet dann selbstverständlich auch in teilweise neuen Umgebungen statt.
Plus/Minus
Die bisher exklusive Xbox-Version des DLCs ist augenblicklich noch mit zahllosen Bugs verseucht; die sollen aber Anfang dieser Woche behoben sein, verspricht Bethesda. Mit einer Spielzeit von 12-15 Stunden ist der neue Handlungsstrang nicht übermäßig lang, mit einem Preis von etwa 20 Euro dafür aber vergleichsweise teurer als das Hauptspiel selber. Dafür nimmt sich das DLC mehr Zeit für die Story und ihre Akteure - das wirkt durchdachter und spannender als viele der anderen etwas hingeschluderten Quests von Skyrim.
Technik
Dawnguard übernimmt natürlich die Technik des Hauptspiels, und das mit allen Vor- und Nachteilen. So finden sich immer noch fantastisch aussehende Landschaften und stimmungsvolle Siedlungen, aber auch etwas staksige Animationen und Clippingfehler. Probleme wie unbekleidete oder ganz unsichtbare Figuren sollen mit dem Update diese Woche behoben werden. Die deutsche Sprachausgabe ist gewohnt gut; lediglich der starke englische Akzent des Dämmerwacht-Kommandanten wirkt ein wenig merkwürdig.
Fazit
Dawnguard hat eine Story noch über dem sonstigen hohen Skyrim-Niveau, die neuen coolen Vampirkräfte sorgen für einen weiteren Motivationsschub. Wobei Spieler, die ihre Figur eh schon sehr hoch gelevelt hatten, damit nicht viel gewinnen, im Gegenteil: Die Sonnenallergie der Vampire schwächt mehr als die neuen Kräfte dann noch nützen. Ob zwei neue Fraktionen, ein 15stündiger neuer Handlungsstrang und die neuen Landschaften (wie das ziemlich abgefahrene Seelengrab, die Zwischenwelt der Untoten) da 20 Euro wert sind, muss am Ende jeder selber wissen; Ihr solltet aber in jedem Fall warten, bis die Bugs behoben sind - derzeit macht die Sache nur bedingt Sinn und Spaß.
Bewertung
| Grafik | Immer noch großartig, aber mit kleinen Fehlern - 4 SPUTNIKS |
| Sound | Held immer noch stumm, sonst klasse - 5 SPUTNIKS |
| Steuerung | Gut wie immer - 5 SPUTNIKS |
| Umfang | 12-15 Stunden - 4 SPUTNIKS |
| Multiplayer | nur solo |
| Spieldesign | Einiges neu, sehr gut erzählt, einige Längen - 4 SPUTNIKS |
| Preis/Leistung | Im Vergleich zum Hauptspiel nur „ok“ - 3 SPUTNIKS |
Gesamtwertung Spielspaß: 4,5 SPUTNIKs
Info
| Game | Skyrim: Dawnguard |
| Genre | Action-Rollenspiel |
| Entwickler / Publisher | Bethesda |
| System | Xbox 360 (PC, PS3 folgen) |
| Preis | ca. 20 € |
| Spieler | 1 |
| Schwierigkeitsgrad | einstellbar |
| Sprache | deutsch |
| USK | ab 16 |
| Release | 10.07.12 |






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