Motocrossfahrer Max Nagel blickt auf die Strecke des Teutschenthaler Kessels.
Bildrechte: MDR SPUTNIK/Georg Maschner

SPUTNIK Tagesupdate Max Nagl im Porträt: "Wenn Motocross, dann nur professionell"

Motocross ist heftig: Die Fahrer ballern mit 100 km/h über unwegsames Gelände und springen mit ihren Maschinen bis zu 40 Meter durch die Luft. Fast 30.000 Menschen waren beim letzten Spektakel 2016 in Teutschenthal dabei, bei der Motocross-WM 2017 sollen es wieder so viele werden. Einer der erfolgreichsten deutschen Fahrer vor Ort ist der ehemalige Vizeweltmeister Max Nagl.

Motocrossfahrer Max Nagel blickt auf die Strecke des Teutschenthaler Kessels.
Bildrechte: MDR SPUTNIK/Georg Maschner

Mit einem verschmitzten Grinsen betrachtet Max Nagel die letzten Vorbereitungen für den großen Motocross-WM Lauf im Talkessel Teutschenthal.

Die Haare leicht zerzaust, die Hände hängen lässig in den Hosentaschen. Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Fahrer und Teutschenthal seine Lieblingsstrecke. Wegen der stadionartigen Atmosphäre und weil die Zuschauer die komplette Motocross-Strecke gut einsehen können.

Der 29-Jährige hat lange Narben quer über den Schlüsselbeinen - nur eine von vielen Verletzungen, die er sich im Laufe seiner Motocross-Karriere zugezogen hat. Aufhören wollte er deshalb nie. Er brennt für seine Leidenschaft; seine Familie ebenso. Seit seinem ersten Rennen im Alter von sechs Jahren nimmt er sie zu fast jedem Wettkampf mit. Ihnen hat er auch seine steile Karriere zu verdanken.

Meine Eltern haben gesagt BMX oder Motocross und mein Vater sagte: "Wenn Motocross, dann nur professionell." Und der Weg war hart, aber ich hab seitdem nix anderes mehr gemacht.

Mit 20 Jahren wurde Max dann Vizeweltmeister und 2012 mit Team Deutschland Weltmeister. Eine große Sache. Letztes Jahr ist er dann WM-Dritter geworden. Dieses Jahr will er erstmal sehen, wohin es geht, denn momentan ist der Rennprofi Neunter. Aber egal welcher Platz, Max Nagl wird die adrenalingeladene Atmosphäre im Talkessel Teutschenthal genießen.

Das ist der Hammer, da kriegst du die Leute hautnah mit und alle jubeln und schreien. Das ist ein geiles Gefühl!

Zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2017, 10:57 Uhr