Die SPUTNIKer am Nachmittag | Mo-Fr 14 bis 18 Uhr
Lebemänner, Love-Aliens und das Böse
14.05.2013
Kino ist mal spannend, mal lustig, mal traurig. Und manchmal kann man sich ganzen 90 Minuten vorzüglich über den Quatsch auf der Leinwand ärgern. Damit euch das nicht passiert, verrät SPUTNIK jede Woche in Wort, Bild und Video, was euch im Kino erwartet.
Drama: Der große Gatsby
Für Regisseur Baz Luhrmann ist der Siegeszug des 3D-Kinos ein Segen. Waren schon seine älteren Filme "Moulin Rouge", "Australia" und besonders "Romeo & Julia" wahre Exzesse an rauschhafter Bildgewaltigkeit – so wirkt der Detailwahnsinn in der Tiefe des Raumes noch wahnwitziger. Daher lässt sich jetzt schon vorhersagen, dass sich an seiner Literatur-Verfilmung des US-Klassikers "Der Große Gatsby“ die Geister scheiden werden.
Eine Geschichte steckt natürlich auch dahinter: junger Autor – gespielt von "Ex-Spiderman" Tobey Maguire – geht in den 1920er Jahren nach New York, läuft dort dem reichen Lebemann Jay Gatsby (Leonardo di Caprio) über den Weg, lässt sich von ihm in eine Welt aus Glamour entführen und muss sich irgendwann die Frage stellen: Wie viel von dem Luxus des ominösen Herrn Gatsby basiert auf Schein und Lüge?
Überraschend an dem quietschebunten Filmereignis ist vor allem der Soundtrack. Den hat Hip-Hop-Mogul Jay-Z produziert. Zu hören ist neben Lana Del Rey, Will.I.Am und Florence & The Machine auch Jay-Zs Gattin Beyoncé, die Amy Winehouses Hit "Back To Black“ covert. Klingt durchgeknallt? Ist es, genau wie der ganze Film!
Dokumentation: Love Alien
"Auf jeden Topf passt ein Deckel“ – ein Satz, den Wolfram Huke als tröstenden Kommentar sehr oft zu hören kriegt. Denn Wolfram ist knapp 30 Jahre alt und noch immer Single. Schlimmer noch: Wolfram ist Jungfrau, ungeknutscht und ungevögelt. Und das in einer Gesellschaft, in der Sex allgegenwärtig ist. Kein Wunder, dass sich Wolfram Huke in dieser Welt wie ein Außerirdischer, wie ein "Love Alien“ fühlt. Der junge Münchner hat über seine Situation eine ehrliche Doku gedreht und sein Single-Dasein ein Jahr gefilmt.
In dem Film schauen wir Wolfram – dem zwar etwas nerdigen, aber eigentlich doch ziemlich stinknormalen Endzwanziger unter anderem dabei zu, wie er krampfhaft versucht, Frauen kennenzulernen. Wir sind dabei, wenn eine Psychotherapeutin seiner offensichtlichen Beziehungsunfähigkeit auf den Grund zu gehen versucht. Und wir werden Zeuge, wie Stilberater versuchen, einen anderen, einen selbstbewussten Wolfram zu erschaffen.
"Love Alien“ ist ein authentischer und wegen der selbstironischen Art seines Protagonisten auch sehr amüsanter filmischer Selbstversuch.
Horrorfilm: Evil Dead
Nagelpistole. Motorsäge. Müssen wir mehr sagen? Beide Gerätschaften kommen bei "Evil Dead“ zum eher unappetitlichen Einsatz. Aber um "der schockierendste Film, den du jemals sehen wirst“ zu werden – und das behauptet der Film tollkühn schon auf dem Filmplakat – muss der Ekel schon möglichst phantasievoll erzeugt werden. Vorbild des neuen US-Horrorfilms ist "Tanz der Teufel“: ein Klassiker aus dem Jahr 1981, der noch heute auf dem Index steht.
Die Story klingt wie eine Blaupause für das Teenie-Horrorgenre. Eine Gruppe junger, mehr oder weniger attraktiver Menschen fährt zum Zwecke der unkonventionellen Erholung in eine abgelegene Hütte im Wald. Dass so etwas nicht unbedingt die beste Idee sein könnte, zeigten schon Filme wie "Cabin In The Woods“. Denn im Keller der Waldhütte lauert nicht weniger als das absolut Böse. Und das hat großes Interesse an einem schnellen und unappetitlichem Ableben seiner Protagonisten. Nichts für schwache Nerven!
Auf der nächsten Seite findet ihr die Kinoneustarts der Vorwoche...
Unsere SPUTNIKerin Andrea hat ihre ganz eigene Meinung zu Filmen und die verbreitet sie ungeniert - per Video im SPUTNIK Filmriss. (Der Name ist bei Andrea Programm!) Einige der Folgen findet ihr in der Linkliste - viel Spaß beim Anschauen!




























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