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Driver San Francisco (PS3, Xbox 360, PC, Wii)
31.08.2011
Kurzfazit für eilige Leser
Driver hat den U-Turn geschafft und brettert mit viel Action und einem Hauch Esoterik dem schwachen Vorgänger davon
Darum gehts
San Francisco macht da weiter, wo der letzte Teil vor sieben Jahren aufgehört hatte. Da hatte Cop John Tanner den Gangsterboss Charles Jericho verhaftet - der jetzt vom Knast zur Verhandlung und Verurteilung gebracht werden soll. Auf dem Weg dahin kann er aber fliehen; Tanner verfolgt ihn in rasender Fahrt durch die Stadt - und knallt am Ende in einen Truck. Er fällt ins Koma, doch in seinem Unterbewusstsein geht die Jagd auf den Straßen von San Francisco weiter - und zwar mit einem ganz besonderen neuartigen Feature.
Angespielt
Prunkstück vom neuen Driver ist die Shift-Funktion. Die erlaubt es Tanner, jederzeit seinen Wagen und Körper zu verlassen, über der Stadt zu schweben, um dann andere Fahrer und ihre Wagen zu übernehmen. Mit denen erledigt man dann die Nebenmissionen wie Mutproben, Stunts oder Verfolgungen, um dadurch die Hauptmissionen im Körper Tanners, neue Stadtgebiete und Features frei zu schalten.
Plus/Minus
“Shift“ ist zwar unglaubwürdig, aber cool: So kann man eben noch als Cop einen Flüchtigen jagen, um in der nächsten Sekunde schon in die Rolle des Gejagten zu schlüpfen. Oder man wird Taxifahrer, steuert Krankenwagen, landet im Wagen von Fahrlehrern, streitenden Pärchen und vielen mehr. Die 120 lizenzierten Fahrzeuge steuern sich sehr realistisch, sogar der legendäre Delorean ist dabei. Erstmals gibt’s auch einen Mehrspielermodus - bzw. gleich deren 19, sowohl offline am Splitscreen als auch online. Und auch die werden durch die Shift-Funktion aufgewertet.
Technik
Die Grafik läuft mit rasanten 60 Frames pro Sekunde; so fallen die etwas lahmen Häuserfassaden gar nicht so auf. Richtig gut dagegen sind die Schadensmodelle und die Autos selber. Die deutschen Sprecher sind klasse (und teilweise auch bekannt), der 70er Jahre Soundtrack rockt. Die Motoren fallen dagegen etwas ab und röhren auf Sparflamme, auch die sehenswerten Unfälle klingen ein wenig zu zahm.
Fazit
Wer sich von der Esoterikstory mit dem “Körper-verlassen-Feature“ abschrecken lässt, dem entgeht ein hochgradig abwechslungsreiches Actionspiel im Stil alter Filme wie “Bullit“ oder “French Connection“. Kein Herumgerenne mehr beim Fahrzeugwechsel, kein stupides Missionen abklappern, sondern Tempo, Taktik und spielerische Freiheit, was sich dann auch im Multiplayer fortsetzt. Mit der Zeit wiederholen sich zwar die Aufträge dann doch irgendwie, aber dieses Schicksal teilt der neue Driver mit allen genreähnlichen Spielen. Deshalb: Klare Anspielempfehlung von uns.
Bewertung
| Grafik | Schnell, schöne Schadensmodelle, lahme Fassaden - 4 SPUTNIKS |
| Sound | Soundtrack und Synchro gut, Motoren zu zahm- 4 SPUTNIKS |
| Steuerung | Sehr realistisch - 4 SPUTNIKS |
| Umfang | 10-30 Stunden plus Multi - 4 SPUTNIKS |
| Multiplayer | 19 Spielmodi - 5 SPUTNIKS |
| Spieldesign | Viel Abwechslung, etwas merkwürdige Story - 4 SPUTNIKS |
| Preis/Leistung | Gut - 4 SPUTNIKS |
Gesamtwertung Spielspaß: 4 SPUTNIKs
Info
| Game | Driver San Francisco |
| Genre | Action |
| Entwickler / Publisher | Reflections / Ubisoft |
| System | PC, PS3, Xbox 360, Wii |
| Preis | 50-60 € |
| Spieler | 1-8 |
| Schwierigkeitsgrad | mittel |
| Sprache | deutsch |
| USK | ab 12 |
| Release | 01.09.11 |






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