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Twitter-Künstlerin portraitiert SPUTNIK-Hörerin
Nur aus Spaß griff "frauenfuss“ zu Stift und Papier und kritzelte munter ein "Häkelschwein“. Nur 140 Zeichen genügten "frauenfuss“ für das künstlerische Psychogramm. Hä?
In 140 Zeichen zum Portrait
Hinter "frauenfuss“ verbirgt sich die Twitter-Userin und Grafikdesignerin Michaela von Aichberger aus Erlangen. 140 Zeichen wiederum - Internetauskenner wissen das - hat ein Twitterer zur Verfügung, um sich über seinen Gemütszustand, Beruf, seine Hobbys, Verdauungsprobleme oder ähnliches auszulassen.
Genau diese paar Worte in der Kurzmitteilung genügten der Künstlerin, um sich ein Bild von der Person hinter dem Tweet (Web-Deutsch für 'Twitter-Nachricht') zu machen. Michaela von Aichberger kritzelte einfach drauflos und fertigte Portraits von Followern ihres Twitter-Accounts an, von Menschen also, die Michaelas Meldungen beim Kurznachrichtendienst abonniert haben – und veröffentlichte die Werke. Das Web schien auf die Idee gewartet zu haben: Aus 110 Followern ihres Accounts "frauenfuss“ sind innerhalb von drei Monaten mehr als 3.500 geworden. Ungefähr 200 Bilder hat die 42-Jährige schon gezeichnet und täglich kommen zwei neue Portraits dazu.
Ein Bild von SPUTNIK-Hörerin Juliane
Wir wollten ausprobieren, wie gut das funktioniert. Nach einem Interview mit Michaela aka Frauenfuss riefen wir Euch auf, mit der Künstlerin über Twitter Kontakt aufzunehmen. "Gewonnen" hat unsere Hörerin Juliane aus Jena, von der Frauenfuss ein Portrait anfertigte. Das Werk und ein Foto von Juliane zum Vergleich könnt ihr in unserer Galerie bewundern.
Portraits von Juliane und anderen Followern
Twitter-Kunst macht süchtig
Ihr Kollege, mit dem sie eine Grafikagentur betreibt, würde ihr am liebsten Zeichenverbot von 9 bis 18 Uhr erteilen, damit auch das gemeinsame Geschäft nicht vernachlässigt wird. Aber Michaela aka frauenfuss ist nach eigenen Angaben mittlerweile süchtig geworden: "Ich würde gern mehr machen“, sagt sie und erklärt, worauf es bei der Twitter-Kunst ankommt: "Es muss leicht zu zeichnen sein, und es muss sich schnell umsetzen lassen.“
Eine Twitter-Followerin offenbarte zum Beispiel, dass sie gern mit Hut badet und nackt und Prosecco trinkend twittert. Prompt griff von Aichinger zum Stift...




















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