Webseitendetail des Internethändlers amazon.de, bei dem der Cursor als Hand über einem Button mit der Bezeichnung
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SPUTNIK Tagesupdate I Mo.-Fr. I 18.00-19.00 Uhr Achtung vor dieser Online-Preisfalle

Wenn du einmal im Netz nach einem Produkt gesucht hast, findest du es danach tagelang in deiner Facebook-Timeline. Personalisierte Werbung ist nichts Neues – aber wusstest du, dass dein Surfverhalten auch auf dein Portmonee Auswirkungen hat?

Webseitendetail des Internethändlers amazon.de, bei dem der Cursor als Hand über einem Button mit der Bezeichnung
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Dein Surfverhalten sagt nämlich noch mehr über dich aus, als du vielleicht denkst: unter anderem auch, wie es grob auf deinem Konto aussieht. Keine Angst – dein Kontostand weißt erstmal nur du, aber wenn du beispielsweise öfter teure Dinge bestellst, wird das in deinen Cookies auch festgehalten - und ausgewertet.

Unternehmen passen Preise deinem Kaufverhalten an

Verschiedene Unternehmen nutzen diese Informationen, um dir ein einen ganz individuellen Preis für bestimmte Produkte vorzuschlagen. Das heißt, für das gleiche Produkt zahlt nicht jeder die gleiche Summe.

Wenn du zum Beispiel oft Apple-Produkte kauft oder oft in den Urlaub fliegst, könnte ein Unternehmen davon ausgehen, dass du mehr Geld als andere hast und die Preise fürs gleiche Produkt erhöhen.

Außerdem ist aus den Cookies erkennbar, ob vom Smartphone oder vom Computer gesurft wird. Da beim mobilen Surfen die Preise weniger verglichen werden, kann auch hier das gleiche Produkt teurer sein, als auf deinem Laptop zuhause.

Wer auf Datenschutz achtet, profitiert nicht immer

Meistens werben die Anbieter nämlich trotzdem mit gesenkten Preisen. Wenn du auf deinen Datenschutz achtest und zum Beispiel deine Cookies deaktivierst, schließt du dich damit auch von personalisierten Rabattaktionen aus. Das bedeutet, wenn du dich schützt, kaufst du online womöglich teurer ein, als andere.

Beim Verbrauchertag in Berlin haben sich heute Politiker und Vertreter des Verbraucherschutzes getroffen und darüber gesprochen, wie man als normaler Internetuser sich vor solchen „personalisierten Preisen“ schützen kann. Denn so etwas ist bisher nicht verboten. Konkrete Vorschläge der Politik gab es bisher aber nicht.

Dieses Thema im SPUTNIK-Programm: SPUTNIK Tagesupdate
19.06.2017 I 18.40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2017, 19:49 Uhr