SPUTNIK SPRING BREAK 2011
''Saugeil und total geflasht''
13.06.2011
Voller wird der Platz vor der Mainstage 2011 nicht mehr. Noch mehr Hände klatschen und winken in dieser Nacht nicht mehr synchron im Takt, und kein Auftritt wird in den letzten SPRING-BREAK-Stunden von mehr Handys gefilmt werden als der von Clueso. Das alles ist schon klar, als die Band des Erfurters das lange Intro anstimmt und Clueso selbst leger im schwarzen Jacket auf die Bühne schlendert. Doch schon nach dem ersten Song - einer leicht elektrofiziert-jazzigen Version von "Keinen Zentimeter" mit verfremdeter Stimme - fliegt die Jacke in die Ecke und die Show kann beginnen.
Fotostrecke: Cluesos Auftritt beim SPUTNIK SPRING BREAK
Die Halbinsel springt und singt mit Clueso
"SPRING BREAK heißt für mich, aus dem Frühling in den Sommer springen", erklärt Clueso. Und genau so passiert es dann auch zum sonnigen Reggaerhythmus von "Bleib Einfach hier". "Gewinner" ertrinkt anschließend in blauem Handybildschirm-Geflimmer und brennenden Wunderkerzen, und selbst Männer mit schwer tätowierten Oberarmen formen für Sekunden mit ihren Händen ein Herz, während sich die Freundin grinsend an die starke Schulter drückt. Alle sind dankbar für diese Kuschelmomente nach drei Tagen Elektrobeatgewitter. Auf der Videowand im Bühnenhintergrund sieht man Clueso dazu unter Wasser tauchen, bei "Zu Schnell Vorbei" rennt er in Ausschnitten aus dem dazugehörigen Clip durch den Wald und über Berge. Ein Naturbursche ist auf der Halbinsel Pouch eigentlich genau richtig und merkt es auch gleich selbst: "Das hier ist saugeil, ich bin total geflasht!"
Clueso kann auch Elektro
Wer sein aktuelles Album "An Und Für Sich" kennt, weiß, dass auch Clueso inzwischen gern mit Elektronik spielt. Zwei Beispiele dafür mixen sich in der zweiten Hälfte seines SPRING-BREAK-Sets mit entspannten Beats unauffällig ineinander: "Straßen Sind Leer" und "Herz". Dann ist es höchste Zeit für Klassiker: tausende Spring Breaker singen den Refrain von "Chicago" so laut, dass er auch im zehn Kilometer entfernten Bitterfeld noch gut zu verstehen sein sollte.
Sympatischer geht's nicht
Am Ende steht ein unmoralisches Angebot: "Ich würde am liebsten bei euch allen im Zelt pennen." Aber soweit geht die Festivalliebe dann doch nicht. Dafür springt Clueso zu "Love The People" vom Album "Gute Musik" auf die Barriere vor der Bühne und klatscht das Publikum in der ersten Reihen ab. Und am Ende ist klar: sympathischer kommt hier bis Montagmorgen um 08:00 Uhr niemand mehr rüber.

























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