SPUTNIK SPRING BREAK 2011
Von den Resten feiern wir 'ne Party!
13.06.2011
Mit seiner orangefarbenen Weste steht Frank in der Mittagssonne und fegt mit einem Harken kleine Haufen zusammen. Trockener Staub wirbelt umher und unter ihm sammeln sich Zigarettenstummel und Plastikmüll. Mit seinen Kollegen arbeitet er sich systematisch über den Zeltplatz. Vier Tage lang, elf Stunden am Tag. Und vor ihm eine nicht enden wollende Wüste aus Müll. "Es ist unfassbar, was wir hier finden: Handys, ganze Zelte, Pfandflaschen und sogar Geldscheine und Schmuck", berichtet er. Manches, das er findet, bringt ihn aber auch an seine Ekelgrenze. Aber das kennt er schon von vielen anderen Festivals, auf denen er aufräumt. Von den vielen übrig gebliebenen Pfandflaschen und Geldscheinen, die er und seine Kollegen zusammenkehren, feiern sie am Ende eine kleine Party. Die Aussicht darauf motiviert ihn für die restliche Arbeit, die noch vor ihnen liegt.
Flaschen sammeln für Warnemünde
Auf der anderen Seite des Zeltplatzes macht ein blauer Kleinwagen halt. Aus der Beifahrertür steigt Roswita. Sie ist Mitte 50, gehört also eindeutig nicht mehr zum Festivalpublikum. "Wir sammeln hier Pfandflaschen ein. Den Tipp haben wir von Freunden, die das im letzten Jahr nach dem SPRING BREAK gemacht haben“, sagt sie. Zusammen mit ihrer Tochter und dem Enkelkind haben sie drei Kästen voll mit leeren Bierflaschen und einige Tüten mit PET-Flaschen gesammelt. Viel mehr würde ohnehin nicht in den Kleinwagen passen. Roswita schätzt den Wert auf etwa 50 Euro. Eine schöne Anzahlung für den geplanten Familenurlaub an der Ostsee. "Kleinvieh macht schließlich auch Mist."
"Kommt alles in die Trinkgeld-Kasse"
Während unweit davon noch andere mit Fahrrädern und Hängern den Zeltplatz nach Brauchbarem absuchen, räumen auch die Imbissbuden-Betreiber langsam alles zusammen. Bernd und Franzi vom "Thai Food Bamboo" wischen die Theke, räumen große Wok-Pfannen in den Anbau und gehen mit großen Mülltüten um den Wagen herum. Die letzten drei Tage haben sie mit zwei weiteren Kollegen abwechselnd im Stand Nudeln verkauft - den Schlafmangel sieht man ihnen an. Auch sei finden beim Aufräumen häufig Geldscheine. Das wird dann in der Trinkgeldkasse gesammelt, damit das ganze Team was davon hat. Oft reicht es für eine kleine Runde für alle. In drei Tagen ziehen sie weiter, dann aufs South Side Festival.






















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