Das war der SPRING BREAK 2008
10.05.2008
Es war eigentlich zu kitschig um wahr zu sein: Als die Sonne unterging und das Wasser der Goitzsche in alle vorhandenen Rottöne tauchte, blieben die Besucher des SPUTNIK SPRING BREAK andächtig am Ufer stehen. "Wahnsinn", meint André, der extra aus Brandenburg mit seiner Freundin angereist ist.
Doch den Besuchern bot sich beim Betreten des Festivalgeländes nicht nur ein beeindruckendes Naturschauspiel. Sondern auch ungewöhnlich viel Platz. "Auf der Peißnitz war es ja doch immer etwas enger", sagt André. Das macht sich spätestens nach Sonnenuntergang bemerkbar: Schnell ist es so kalt, dass die Mädchen ihre Jacken aus den Zelten kramen. "Ein bisschen kühl", ist dann auch die einzige Kritik von Thomas aus der SPRING-BREAK-Clique. Ansonsten zeigen sich er und seine Freunde rundherum zufrieden mit dem neuen Gelände.
Pünktlich zum Programmstart auf dem Mainstage sammelt sich das Publikum vor der Bühne. Selbst wer bis jetzt auf dem Zeltplatz lieber auf seinem Auto getanzt hat - wohl kaum aus Mangel an Platz - dreht die Boxen ab und kommt auf das Festivalgelände. Einige Mountainbiker kurven noch mit Helm um die Bühne. Etwas abseits stehen Anja und Annika, sie sind zum ersten Mal dabei. Die beiden diskutieren, welchen Künstler sie am liebsten sehen wollen - und können sich nicht einigen. Anja war von Klee so begeistert, dass für sie der Höhepunkt des Festivals schon fest steht. Annika freut sich auf Sono und Digitalism am Sonntag - und ist damit fast schon die Ausnahme. "Deichkind" lautet sonst die einhellige Meinung über das Highlight am Pfingstsonntag.
Eine Stunde später ist Stau: Vor der Hauptbühne geht nichts mehr. Bei "Wir sind Helden" hält es keinen der Festivalbesucher in seinem Zelt. Die Band mit Judith Holofernes, Jean-Michel Tourette, Pola Roy und Mark Tavassol begeistert die Besucher. Ramon ist sich sicher: Er will bis Sonntag Morgen um 08:00 Uhr weiter tanzen. Wenn er Glück hat, bekommt er dann einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen.
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