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Verschnaufen nur für Fotos: Jennifer Rostock beim SSB

©Copyright: Katja Hentschel/Warner

Rotzfrech und Rampensau: Jennifer Rostock

SPUTNIK SPRING BREAK 2012

Rotzfrech und Rampensau: Jennifer Rostock


Das lassen wir bitte einfach ein paar Momente auf uns wirken: "Jennifer Rostock scheinen vor Energie fast zu zerplatzen" oder "Rampensau und facettenreiche Sängerin, die ihr Fach versteht", urteilt die Fachpresse über die Livequalitäten von Jennifer Rostock. Und wer den Berlinern nur für 3,7321 Sekunden auf ihrer ausgedehnten Tour 2011 beiwohnen durfte, weiß ohnehin, dass diese Herrschaften, die ihre Wurzeln natürlich nicht in Rostock, sondern im beschaulichen Zinnowitz auf Usedom haben, längst in der ersten Liga des deutschen Alternative-Rock zu Hause sind.

Mittlerweile ist die Band bei Album Nummer drei und sexy Frontröhre Jennifer Weist bei vermutlich 70 Prozent Körperflächentätowierung angelangt. Und auch bei "Mit Haut und Haar" spielen Madame, ihr Kindergartenfreund Joe sowie Alex, Christoph und Baku wieder mit allen erdenklichen Stilen, die sich dem majestätischen Überbegriff "Rock" zuordnen lassen. Und deshalb wummert es manchmal auch im Gehörgang, wenn die Gitarren eigentlich grade Kippenpause haben. Sie verstehen?

Auf "Mit Haut und Haar“ toben die Synthies wie zu besten Neue-Deutsche-Welle-Zeiten über atemraubende Songkoppeln, dazu knackige Drums und gurgelnde Powerbässe. Und vorne dran steht eine Frontfrau, die wie kaum eine andere rotzen und zeitgleich verdammt toll singen kann. So toll, dass der SPUTNIK Popkult "Mit Haut und Haar" ein Paar "echte Eier" bescheinigte und es zudem bei Erscheinen umgehend zum Album der Woche machte. Aber ganz im Ernst, etwas anderes hätte uns bei Smashern wie "Mein Mikrofon" oder "Es war nicht alles schlecht" auch schwer gewundert!

Dass die Karriere der fünf kessen Rocker bisher gerade vier kurze Jahre dauert, mag man aufgrund der eingeheimsten Banderfolge eigentlich gar nicht glauben. Mit dem Goethe-Institut als Kulturbotschafter quer durch Brasilien, Auftritte beim Bundesvision Song Contest, vor anderthalb Millionen Menschen am Berliner Brandenburger Tor oder ein Beitrag auf dem Soundtrack der berühmten Twilight-Vampirsaga – was soll da bitteschön noch alles kommen? Wir freuen uns auf Jennifers knackige 80er-Jahre-Bodys, eine wirbelnde Haarmähne und eine Band, die mit ihrer charmanten Spielfreude schon nach den ersten drei Akkorden wirbelnde Feuerfunken schlägt.

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