SPUTNIK Popkult | Mo-Fr 19 bis 22 Uhr
MIA brauchen keinen Fallschirm
11.03.2012
Das gesamte Jahr 2011 war gebastelt, komponiert, gefrickelt, diskutiert, verworfen, geblödelt, geknippst und gefilmt worden. Um an elf neuen Songs zu feilen, haben sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Und die erscheinen nun auf einem Album mit dem wuchtigen Titel "Tacheles".
Anvisiert
Ein Blatt haben Mia um die quirlige Frontröhre Mieze Katz bekanntlich noch nie vor den Mund genommen. Schon auf ihrem umjubelten, angepunkten Neo-NDW-Debütalbum "Hieb und Stichfest" ging die Band im Jahr 2002 weiter als sie sollte, gab sich dem ekelhaften Benehmen hin und warf mit explodierenden Bomben lässig lächelnd in alle Richtungen.
Platziert
Auch beim Plattenzweitling "Stille Post" zwei Jahre später machte die Band klipp und klar, was sie wollte: nämlich nach oben - über den Eurovision Song Contest (hat leider nicht geklappt) und den Bundesvision Song Contest (vierter Platz 2007) bis in die Top Ten der deutschen Albumcharts (mit den Platten "Zirkus" und "Willkommen im Club").
Elektrisiert
Und obwohl MIA. auch mit jedem Album zwingend-betörende Singles veröffentlichten, ist es auch ihren energetischen Live-Auftritten zu verdanken, dass in Deutschland in Sachen Elektropop seit Jahren niemand mehr an den Berlinern vorbeikommt. Schrille Kostüme, eine nicht zu bändigende, wirbelnde Mieze Katz und vier kraftvolle Herren zwischen sägenden New-Wave-Gitarren, krachenden Becken und groovigen Popsynthies. Das funktioniert im Kellerclub genauso wie auf der Festivalbühne.
Revitalisiert
Jetzt also endlich wieder MIA.-Tacheles mit neuen Liedern über Liebe, Tod, Musik, Freiräume, Energie, Kitzel, brüchiges Eis oder Fliegen ohne Fallschirm. Mit Sicherheit werden wir davon auch einige auf der SPRING-BREAK-Bühne hören. Und bestaunen. Und Fühlen. Und uns freuen. Hach, das ist schon eine tolle Band!







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