SPUTNIK Tagesupdate
Bundesregierung will Tattoos sicherer machen
03.02.2012
Engel, Teufel, Schlange, Totenkopf, Mutti ist die Beste, Stern, Arschgeweih und der Name des oder der Liebsten. Motive für Tattoos gibt es viele. Und jeder Fünfte in Deutschland hat sich schon mal stechen lassen. Ein Tattoo kann sexy sein und die individuelle Persönlichkeit des Trägers unterstreichen.
Tattoos sind Teil der Jugendkultur
Wir haben uns im vergangenen Sommer fünf Hörer gesucht und uns ihre Tattoos zeigen lassen. Wo kommen sie her, welche Geschichten erzählen sie und welche Geheimnisse verbergen sie? Eine Tätowierung ist schließlich mehr als nur ein Bild auf der Haut.
Ihr und eure Tattoos: Womit schmückt ihr euch?
Tattoos sind nicht immer zeitlos
Machen wir uns nichts vor: Ein unter die Haut gestochenes "Ich liebe meine Sarah-Maus forever" kann seine romantische Wirkung komplett verlieren, wenn aus dem "forever" doch nur sieben Wochen geworden sind. Vielleicht liegt auch der Schlangen fressende Totenschädel auf der rechten Schulter irgendwann mal nicht mehr im Trend. Die Entscheidung für ein Tattoo sollte also nicht unbedingt nach d er Kneipenrunde mit den besten Kumpels fallen.
Ihr und eure Tattoos
Behandlungskosten selbst zahlen
An was allerdings die Wenigsten denken, die sich zum Tätowierer auf die Liege legen, sind die gesundheitlichen Risiken. Denn wenn ihr euch beim Tätowieren eine Erkrankung, beispielsweise eine Entzündung, einfangt, können euch die Krankenkassen zur Kasse bitten und fordern, dass ihr euch in angemessener Höhe an den Behandlungskosten beteiligt.
Auch das Krankengeld für die Dauer der Behandlung wird bei "selbstverschuldeten Erkrankungen" versagt oder zurückgefordert. So ist es seit 2008 im Sozialgesetzbuch geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur, was wirklich medizinisch notwendig ist. Für individuelle Behandlungen, die eurem Schönheitsideal entsprechen, kommt die Solidargemeinschaft nicht auf.
Besserer Schutz vor giftigen Substanzen in Farben
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) plant außerdem, Tattoo-Liebhaber besser vor schädlichen Farben schützen zu wollen. Denn bereits 2010 warnte das BfR davor, dass die schwarze Tattoofarbe möglicherweise krebserregend sei und veranlasste, dass alle Farben erneut wissenschaftlich untersucht werden. Die eindeutigen Befunde liegen Ende März 2012 vor.
Mehr zu den Plänen des BfR erfahrt ihr im SPUTNIK Tagesupdate ab 18 Uhr. Hier haben wir uns auch schlau gemacht, welche Farben Tätowierstudios verwenden und ob es auch unschädliche BIO-Farben gibt. Also, einschalten!































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