SPUTNIK Tagesupdate | Mo-Fr 18 bis 19 Uhr
Wenn aus Kreide Stress wird ...
07.08.2012
Um 22:00 Uhr ging es am Sonnabend los - 1200 Magdeburger stürtzten sich, bewaffnet mit vielen bunten Kreidestücken, auf den kalten und bis dahin noch recht eintönigen Asphalt des Hasselbachplatzes. Nur wenige Minuten später war der Szenetreffpunkt verwandelt - komplett bemalt mit Punkt, Punkt, Komma, Strich und anderen Kunstwerken.
Die Idee vom Flashmob
"Hassel in Farbe" nannte André Assmuss diese Aktion in seiner digitalen Einladung, die eine Zeichen für ein tolerantes, buntes Sachsen-Anhalt sein sollte. Die Idee dahinter: viele Menschen kommen, machen, haben Spaß und verschwinden dann genauso schnell wie sie gekommen sind. Und sie kamen zahlreich. Der Regen besiegelte das Ganze und spülte das bunte Gemeinschaftskunstwerk am Sonntag weg. Viele Magdeburger sind begeistert.
Schöne Geschichte - eigentlich.
Die Suche nach einem Verantwortlichen
Die Polizei findet die Idee von der spontanen Stadtverschönerung weniger gut. Die fragt sich jetzt nämlich, wer den Einsatz bezahlt. 1200 Menschen auf einer Kreuzung bedeuten Stress: für Autofahrer, Straßenbahnführer und Anwohner.
Die Polizei rückte an, sperrte ab, leitete Autos um, beobachtete das Geschehen. Für zwei Stunden war der Verkehr komplett lahmgelegt, manche Kreidezeichnungen hatten sich an Hausfassaden verirrt. Rechtlich habe es sich um eine Sondernutzung der Straße gehandelt. Und das hätte der Veranstalter anmelden müssen, gebührenpflichtig. Nun könnte es schmerzhaft teuer für den Magdeburger werden. Derzeit wird geklärt, ob und wieviel Assmuss vom nächtlichen Polizeieinsatz zu zahlen hat.
IM SPUTNIK Tagesupdate halten wir euch auf dem Laufenden - Mo bis Fr, ab 18:00 Uhr. Den Link zu einem youtube-Video von der Kreide-Aktion findet ihr rechts in der Linkliste.






Artikel verbreiten:
oder
via Mail empfehlen