NEW MUSIC 2020 - Die Hotlist

Alli Neumann: Tschüss, Patriarchat

Alli Neumann hat keinen Bock mehr auf Patriarchat - das gilt auch für die Musikindustrie. Sie will auf den Tisch hauen und Denkanstöße liefern. Der passende Soundtrack dafür? Ihr eigener Pop-Sound!

Musikerin Alli Neumann
Bildrechte: Clara Nebeling

Alli Neumann wusste schon früh, dass sie Musik als Beruf machen will. Oder Antiquitätenhändlerin, weil das der Papa auch macht. Aufgewachsen ist sie nach Umzügen von Solingen nach Polen in Nordfriesland in der Nähe von Flensburg. Und das unweit von Fresenhagen, der Wirkungsstätte von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, welche Alli inspirierten, selbst Songs zu schreiben.

Mit 13 bekam sie bereits einen Plattenvertrag bei einem Hamburger Label und brach dafür die Schule ab. Schnell musste sie dann aber feststellen, dass das zu dem Zeitpunkt keine gute Idee gewesen ist. Also zurück in die nordische Provinz, Schule fertig machen und dann einen neuen Anlauf starten. Und das zuerst als Schauspielerin im Kim-Frank-Film „Wach“.

Parallel begann ihre Musikkarriere mit der ersten EP „Hohes Fieber“, die sie 2018 veröffentlichte. Letztes Jahr kam dann ihre zweite EP „Monster“ heraus. Außerdem sang sie zusammen mit Trettmann das Duett „Zeit steht“.

Aktuell bastelt Alli an ihrem ersten eigenen Album, das sie gerne noch vor ihrer Tour, die Ende Mai beginnt, veröffentlichen würde.