NEW MUSIC AWARD 2022 Jiska nominiert von Deutschlandfunk Nova

Die Krise als Chance: Bassistin Jiska entdeckt während der Lockdown-Live-Auszeit ihr Händchen für stilvoll-souligen Indie-Pop.

Jiska aus Stuttgart, nominiert für den New Music Award von Deutschlandfunk Nova (Deutschlandradio)
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Federleicht grooven Jiskas Songs daher und erfüllen jeden Raum mit einer beschwingten Relaxtheit. Die junge Stuttgarterin überzeugte gleich mit ihrer ersten EP „Wild Blue Yonder“. Im Sound sehr warm, zeitlos und irgendwie britisch. Thematisch sehr reflektiert über den Umgang ihrer Generation mit der Inszenierung von Identität und dem ruhelosen Zwang, sich ständig mit anderen und deren Inszenierungen vergleichen und messen lassen zu müssen. Und dieses „Wild Blue Yonder“, dieses „verwaschene blau dort drüben“, beschreibt einen fiktiven Zufluchtsort, an dem man ganz bei sich sein kann.

Jana Franziska, wie Jiska eigentlich heißt, stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Bereits als Kind lernt sie Geige spielen, später entscheidet sie sich dann für den Bass. Als sie 15 Jahre alt ist, beginnt sie regelmäßig bei Jam-Sessions im Jazzclub in ihrer Nachbarschaft aufzukreuzen. Diese Liebe zur Improvisation, zum Sich-in-der-Musik-fallenlassen merkt man Jiskas Sound noch heute an.

Groove ist mir auf jeden Fall superwichtig. Trotzdem verlieb ich mich, wenn ich einen Song schreibe, erstmal in die Melodien.

Wie bei so vielen Soloprojekten, springt auch bei Jiska Anfang 2020 Corona als Geburtshelferin ein. In einer Zeit, in der E- und Kontrabassist*innen von heute auf morgen beschäftigungslos wurden, besinnt sich Jana Franziska ihrer eigenen Songwriting-Ambitionen. Mit ihren entspannten und funky Basslines, dem dicken Klecks Soul in der Stimme und den blumigen Melodien hat Jiska einen Sound kreiert, den es in Deutschland so kein zweites Mal gibt.

New Music 2022: Die Hotlist