New Music 2021: Die Hotlist Sero: Melancholisch und verletzlich

Wo andere auf dicke Hose machen, gibt er sich offen und verletzlich. Der Berliner Rapper Sero hat mit "Regen" vor kurzem sein zweites Album rausgebracht. Eine melancholische Platte, die sich mit den eigenen Dämonen auseinandersetzt.

Der Newcomer Sero.
Bildrechte: Philipp Gladsome

Rapper Sero ist 1992 in Berlin-Schöneberg als Sohn einer deutschen Mutter und eines tunesischen Vaters geboren. Seine Jugend war schwierig, sagt er. Schon mit elf rutscht er ab, nimmt Drogen und baut ziemlich viel Scheiße. Am Ende kriegt er aber doch die Kurve und besteht sein Abi mit 1,0. Nach diversen Studienabbrüchen landet er schließlich mit einem Demo-Tape beim renommierten Label Four Music und bringt dort 2017 sein Debütalbum "One and Only" raus.

Dämonen statt dicke Hose

Nach drei EPs und dem Hit "Temperamento" hat Sero im November mit "Regen" sein zweites Album veröffentlicht. Darauf setzt er sich mit den eigenen Dämonen auseinander.

Es geht um Ängste, die eigenen Unzulänglichkeiten, Isolation und die Unmöglichkeit von Liebe. Sich selbst so verletzlich zu zeigen ist im stark maskulin geprägten Rap doch eher eine Seltenheit. Umso spannender zu beobachten, wo die Reise von Sero noch so hingehen mag.

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