Deine & Meinung Ein Jahr Corona-Maßnahmen: Was war für dich richtig, was falsch?

Ein Jahr stecken wir in der Pandemie, hangeln uns von Lockdown zu Lockdown. Wir schauen zurück auf Aufregung über das Maskentragen und andere Maßnahmen, die zur Normalität geworden sind. Mit euch haben wir für unseren Podcast Deine & Meinung darüber gesprochen, welche Maßnahmen ihr richtig und welche ihr falsch fandet.

Eine Frau geht mit Mund-Nasen-Schutz im Frankfurter Gutleutviertel an einem Friseursalon vorbei, dessen Rollläden heruntergelassen sind.
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Im Dezember 2019 gab es den ersten Coronafall weltweit. Kurz darauf Ende Januar, auch bei uns in Deutschland. Ein Mann im bayerischen Starnberg hat sich bei der Arbeit infiziert. Nach weiteren Ansteckungen im Skiurlaub oder auf Partys, war klar, dass wir Maßnahmen zur Eindämmung brauchen. Ein großer Streitpunkt, besonders am Anfang: Die Maskenpflicht, die im Sommer eingeführt wurde. Viele fragten nach dem Sinn und klagten über Atembeschwerden. Nachdem klar war, dass Masken eine Verbreitung der Aerosole verhindern können, wurde ein Bußgeld auf Nichteinhalten der Maskenpflicht festgelegt.

Wir wollten von euch wissen, wie ihr das Jahr der sich ständig ändernden Maßnahmen empfunden habt:

Alle Corona Maßnahmen seit Pandemiebeginn

Maske tragen, Home Office und Kontakte reduzieren: Ist das wirklich notwendig? Die Frage haben wir uns vermutlich alle mehr als einmal gestellt. Eine neue Studie der University of Toronto liefert eine wissenschaftliche Antwort darauf: Ja, ist es. Weil alles andere nicht genug bringt. Dafür wurden elf Maßnahmen, die von Regierungen weltweit durchgeführt wurden, unter die Lupe genommen: U.a.: Schulschließungen, das Verbot öffentlicher Veranstaltungen und Kontaktverfolgung.

Die ersten Corona Maßnahmen

Anfang Februar 2020: Das Bundesgesundheitsministerium verkündet die ersten Maßnahmen, wie wir uns am besten vor der Epidemie schützen können. Im Nachhinein betrachtet, sind diese Maßnahmen immer noch grundlegend wichtig: 

  • Abstand halten beim Husten und Niesen
  • In Armbeuge oder Taschentuch niesen oder husten
  • Regelmäßig, gründlich und lange mit Seife Hände waschen

Am 8.3.2020 gibt es den ersten Coronatoten in Deutschland. Kurz darauf auch nachgewiesene Fälle in allen Bundesländern. Am 11. März wird offiziell: Es handelt sich um eine Pandemie. Daraufhin beschließen Bund und Länder die ersten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Dienstleistungsbetriebe werden geschlossen. Selbst Produktionsstätten werden heruntergefahren.
Am 20. April wird der Lockdown gelockert.

Die zweite Runde der Maßnahmen

Die Mundschutzpflicht folgt für alle Bundesländer für Einkäufe und viele öffentliche Orte, der Beschluss über ein Bußgeld bei Nichteinhaltung folgt im Sommer. Zur besseren Nachverfolgung der Infektionsketten geht die Corona-Warn-App online.

Die Maßnahmen ab Dezember

Ende Oktober gibt es wieder bundesweite Maßnahmen. Der Teil-Lockdown startet im November, soziale Kontakte sollen auf zwei Haushalte begrenzt werden, die Gastronomie- und Tourismusbranche müssen im gesamten Monat November schließen, ebenso Kultureinrichtungen. Schulen, Handel und Wirtschaft sollen dagegen am Laufen gehalten werden.
Weil die Infektionszahlen nicht ausreichend sinken, beschließen Bund und Länder Anfang Dezember vorzeitig eine Verlängerung des sogenannten Teil-Lockdowns bis 10. Januar 2021, später wird er zu einem harten Lockdown. Im Dezember kommt die neue Mutation des Coronavirus in Großbritannien dazu. Reisebeschränkungen treten in Kraft.
Ende Dezember dann der bundesweite Start für Impfungen. Aktuell sieht es so aus: seit dem 1. März gibt es erste Lockerungen der Coronamaßnahmen. Friseure, Schulen Kitas öffnen wieder. Teils auch Baumärkte, Gartencenter etc. Weitere Lockerungen erfolgen im Staffelplan abhängig von der Inzidenz. Seit dem 8. März hat jede:r Zugriff auf einen wöchentlich Schnelltest bei der Hausärztin bzw. beim Hausarzt.