Deine & Meinung Führt Gendern zur Gleichberechtigung?

Ärzte tragen bei ihrer Arbeit Kittel. Manche Ärzte tragen in ihrer Freizeit Kleider. Stellt ihr euch jetzt Männer oder Frauen vor? Unsere Sprache ist sehr männlich geprägt, ist das fair? Ist Gendern die Lösung?

Ein Gendersternchen liegt auf einem rosa Untergrund.
Neben dem Sternchen * bietet auch der Doppelpunkt : oder das Binnen-I Möglichkeiten, mehr Menschen als nur Männer anzusprechen. Bildrechte: dpa

Laut Duden ist das Gendern ein sprachliches Verfahren, um die gleiche und faire Behandlung von Frauen und Männern im Sprachgebrauch zu erreichen. Wir sind uns in vielen Momenten vielleicht auch gar nicht bewusst, was für ein großes Instrument unsere Sprache ist. Um alle Menschen ansprechen zu können, wird gegendert, aber was sind die Pros, was sind die Cons? Eure Meinung hört ihr im D&M-Podcast:

Vorteile des Genderns

  • Jede Person wird angesprochen – selbst wenn sie sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt.
  • Das bisher vorherrschende generische Maskulinum bildet nur einen Teil der Gesellschaft ab – Doppelpunkt, Sternchen oder Binnen-I können mehr als ein Geschlecht abbilden.
  • Denkweisen ändern sich mit der Sprache – gibt es weibliche Formen, wird es laut Studien auch weniger Stereotype geben.
  • Es gibt einige Wörter, die ohne viel Aufwand gendert werden können – wenn du das nächste Mal "Studenten" sagen möchtest, kannst du auch easy die Form "Studierende" benutzen. Nur zwei Buchstaben mehr und alle Menschen werden angesprochen!

Nachteile des Genderns

  • Die Umsetzung in der Alltagssprache – es ist zunächst umständlicher und könnte sich am Anfang, wie eine Einschränkung anfühlen.
  • Kritiker:innen des Genderns meinen: Das generische Maskulinum decke schon alle Geschlechter ab.

Hast du dazu eine Meinung? Die wollen wir hören! In der SPUTNIK-APP.

Unsere Kolleginnen und Kollegen von PULS haben sich Gedanken gemacht, was die Top drei Argumente zum Gendern sind:

MDR SPUTNIK | Deine & Meinung | 11. März 2021 | 21:00 Uhr