Deine&Meinung Vier Schritte zu einem Therapieplatz!

Haben wir Probleme mit den Augen, gehen wir zur Augenärztin. Hautprobleme? Ab zum Hautarzt! Aber was, wenn man sich etwas von der Seele reden möchte? Hier erfährst du, warum ein Therapiegespräch für jede:n von uns eine gute Idee ist und wie du in wenigen Schritten einen Therapieplatz bekommst!

Eine junge Frau steht allein am Fenster und schaut hinaus.
Bildrechte: imago images/Petra Schneider

Bist du an einem Punkt an dem du denkst: "Okay, ich sollte nicht nur mit meinen Freund:innen über meine Probleme reden." Oder denkst du einfach, es wäre für dein Mindset gut, sich einem Profi anzuvertrauen? Egal ob du dich und deine Reaktionen besser verstehen möchtest oder eine Situation langfristig aufarbeiten magst – wir erzählen dir, wie du schnell zu einem Therapieplatz kommst.

In diesen Schritten kommst du zur Therapie

Rede mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Er oder sie kann dir helfen, die weiteren Schritte anzugehen!

Hier schilderst du kurz, was dein Anliegen ist. Auch wenn das erstmal unangenehm ist: Es ist das daily business des Arztes oder der Ärztin, also hab' keine Scheu! Dort wirst du auch körperlich untersucht. Denn eine Schilddrüsenunterfunktion könnte auch eine Depression auslösen.

Welche Therapiemethode passt zu mir?

Je nach dem, was dir auf dem Herzen liegt, treffen unterschiedliche Methoden zu, um das Problem anzugehen. Auch hier kann dir schon ein:e Allgemeinmediziner:in helfen und Therapiemöglichkeiten erklären. Im Videos von Psychogeek (ganz unten im Artikel!) werden dir die Methoden einer Therapie ausführlich erklärt!

Eine:n Therapeut:in finden!

Wenn Freunde oder Freundinnen von dir schon eine Therapie gemacht haben und zufrieden sind, lass dir Tipps zur Suche geben. Vielleicht passt der oder die Therapeut:in auch zu dir? Bei einem ersten Beratungstermin beim Hausarzt oder Hausärztin kannst du um eine Liste mit möglichen Therapeut:innen bitten. Außerdem kannst du dich auch an deine Krankenkasse wenden und eine Liste möglicher Ärzt:innen bekommen.
Beim ersten Beratungsgespräch zählt dein Bauchgefühl: Fühlst du dich mit der Person wohl? Harmoniert ihr zusammen? Das ist das Wichtigste, damit du offen über deine Probleme sprechen kannst.

Den Antrag bei der Krankenkasse stellen.

Der/die Therapeut:in muss eine Kassenzulassung besitzen. So kannst du, wenn du deine Therapie begonnen hast, die Rechnungen über deine Krankenkasse begleichen lassen. Die Bezahlung kann allerdings einige Wochen dauern. Wichtig dafür ist, dass du bei deinem ersten Beratungsgespräch beim Hausarzt oder der Hausärztin einen Konsiliarbericht (quasi deine erste Diagnose) bekommen hast. Dieser wird deiner Krankenkasse übermittelt und dort von einer Person (ganz wichtig: nicht dein:e Sachbearbeiter:in) gecheckt!

Du hast super schwer einen Platz bekommen oder sogar recht schnell? Dir fällt einiges zu dem Thema ein und du würdest gern deine Meinung teilen? Dann ab mit dir in die SPUTNIK App und erzähl uns von deinen Erfahrungen.

Im Video von Psychogeek, wird euch nochmal der Weg und einzelne Therapiemöglichkeiten erklärt:

Stellen, an die du dich immer wenden kannst, wenn du ein offenes Ohr brauchst:

Jederzeit kannst du dich an den psychologischen Notdienste in deiner Stadt wenden. Oder du rufst bei der Telefonseelsorge an (Telefon 0800 – 111 0 111).

MDR SPUTNIK | Deine & Meinung | 15. April 2021 | 21:00 Uhr