SPUTNIK Black Beatz vom 16.02.2018: Justin Timberlake

Schon 2016 war ansatzweise zu erahnen, dass der gute Justin Timberlake einen musikalischen Haken zu schlagen gedenkt:

Ich denke, die Gegend, wo ich aufgewachsen bin, hat einen großen Einfluss auf mich: Tennessee, quasi in der Mitte des Landes. Memphis ist der Geburtsort des Rock'n'Roll, die Heimat des Blues. Und Nashville gleich um die Ecke, da ist viel Country Musik.

Nun ist dies Gewissheit. Akustisch wie optisch.

Southern American Music

Noch vor drei - vier Jahren gab das Boy-Band-Wunderkind mit Disney-Club-Sozialisation den smarten Entertainer, hämmerte funky Versionen seiner "20/20 Experience" raus und erhob den Smoking zum Kleidungsstück der ersten Wahl.

Nun Zauselbart, Holzfäller-Hemd und Strickmütze. Da ist einer auf den Wald gekommen, mit seinem 5. Solo-Ritt.  Oder "Man Of The Woods?".

Es klingt mehr nach der Gegend, wo ich herkomme, als alles andere, was ich je gemacht habe. Es ist Southern American Music. Aber ich will, dass es modern klingt. Genau das ist die Idee.

Justin Timberlake hollywoodreporter.com

"I can hear it"

Wegbereiter für diese ländlich romatische Rückbesinnung ist ausgerechnet Kumpel und Beat-Inspektor Pharrell, der uns Justin ja sonst in steter Regelmäßigkeit mit Tanzbrechern der Premium-Klasse versorgt hat.

Der frisch per Superbowl-Halbzeit-Show Nippel-Gate-Rehabilitierte erinnert sich im Billboard:

Pharrell pushte mich permanent und meinte: 'Wer, wenn nicht du sollte sowas durchziehen, schließlich kommst du von dort. Du kannst eine positive Sicht aus dem Süden verbreiten, und wir haben den Sound dafür. Ich kann es hören.'

Von Country bis Club-Geflüster

Wir mittlerweile auch. Da wäre zum ersten die tatsächlich rauschebärtige Bluegrass-Schnulze mit Country-Legende Chris Stapelton, ein seichtes Lagerfeuer-Gedöns namens "The Hard Stuff" oder die ungebremste Gitarren-Soße "Sauce". Geschenkt.

Bei der Erst-Single "Filthy" gibt es nach quietschendem Saiten-Intro gediegene Timbaland-Kost, beim Violinen- und Mundi-bezirzten "Midnight Summer Jam" einen forschen Neptunes-Loop, im Bunde mit Alicia Keys einen sympathischen Sonnenaufgangs-Schlenzer. Und beim Titeltrack bounct einem doch irgendwie das grandiose Ying Yang-Gewisper aus 2005 entgegen.

Vaterfreuden

Nummer 1 in Amiland, hier vier Zusatzkonzerte - klappt doch als Waldschrat. Oder?

Das Album ist nach meinem Sohn benannt. Sein Name Silas bedeutet "of the woods". Hört endlich auf, ich hätte ein Country-Album gemacht.

Justin Timberlake - "Man Of The Woods", der Black Beatz Act der Woche.    

SPUTNIK Black Beatz vom 16.02.2018 | Stunde 1
Titel Interpret
Jumanji B Young
Pray For Me The Weeknd feat. Kendrick Lamar
Man Of The Woods Justin Timberlake
Wait (The Whisper Song) Ying Yang Twins
Tip Toe Jason Derulo feat. French Montana
Get It Busta Rhymes feat. Missy Elliott & Kelly Rowland
Look Alive BlocBoy feat. Drake
Bartier Cardi Cardi B feat. 21 Savage
Midnight Summer Jam Justin Timberlake
Funky Cold Medina Tone Loc
Merengue Kent Jones
Hola Flo Rida feat. Maluma
Gods Plan Drake
T'd Up Rae Sremmurd
No Drama Tinashe feat. Offset
The Weekend (RMX) SZA x Calvin Harris
Breeze Off The Pond Justin Timberlake
Got Your Money Ol' Dirty Bastard feat. Kelis
Live In The Moment Craig David feat. Goldlink
Barking Ramz
SPUTNIK Black Beatz vom 16.02.2018 | Stunde 2
Titel Interpret
Our Streets DJ Premier feat ASAP Ferg
10000 Hours Evidence
Candy Paint Post Malone
Filthy Justin Timberlake
Don't Say Nuthin' The Roots
Street Livin The Black Eyed Peas
Rubbin Off The Paint YBN Nahmir
Nowadays Lil Skies feat. Landon Cube
Morning Light Justin Timberlake feat. Alicia Keys
Machika J Balvin feat. Jeon & Anitta
Another Like My Lover Jasmine Guy
Finesse RMX Bruno Mars feat. Cardi B
Supplies Justin Timberlake
Betrayed Lil Xan
Mi Gna RMX Maitre Gims & Super Sako feat. Hayko
In Da Club 50 Cent
Stir Fry Migos
Young Man Justin Timberlake
Plain Jane RMX ASAP Ferg feat. Nicki Minaj