SPUTNIK Black Beatz vom 23.08.2019: Drake

Während die Allgemeinheit über ne Sperrmüllkarte nachdenkt, wenn sich im Keller so allerlei Krimskrams angesammelt hat, denkt Drake über ein Hitalbum nach. Mit gut zwei Händen voll Songs, die sich in den letzten 8-9 Jahren in seinen Sound-Katakomben angesammelt und es niemals auf eine offizielle Langrillle geschafft haben, schnürt er kurzerhand ein Pflegepäckchen der besonderen Art. Anlass für dieses erste offizielle Compilation-Albums des OVO-Sound-Bosses war das mittlerweile 9. OVO Fest in Toronto, aber im Grunde ist es ein Stück Zeitgeschichte.

Es ist lustig, als ich in der Branche auftauchte, wollte ich unbedingt amerikanisch klingen. Jetzt sind wir alle stolz darauf, aus Toronto zu kommen.

Das hat mit Sicherheit nicht nur mit dem sensationellen NBA-Triumph seiner heimischen Raptors zu tun, dem der Rap-Star gleich zwei semisteile Hit-Slammer angedeien ließ. Es basiert vielmehr auf einem Selbstverständnis, dass den alten Lil Wayne-Zögling Dreezy zum unangefochtenen König des Streaming-Zeitalters werden ließ - künstlerisch und kommerziell. Und auch dafür steht seine frische Zusammenstellung.

Spotify & YOLO

Als Drake den bezeichnenden Opener "Dreams Money Can Buy" anno 2011 auf dem Blog seines Labels veröffentlichte, klang das wie der prophetische Vorbote für zwei historisch anmutende Ereignisse: die Ami-Einführung von Spotify. Und die Schlagwortdefinition "YOLO", als Akronym für das Lebensgefühl "You Only Live Once". Mit diesen beiden Grundlagen avancierte unser Aubrey Drake Graham zum lebenden Beweis, dass nach dem Abgesang der CD noch lange nicht Schluss war mit lustig. Auch nicht mit der Musikbranche.

Beyonce & Lauryn

So kann man es auch als Zeitdokument deuten, wenn er sich mit Rick Ross um den "Free Spirit" bemüht oder mit J. Cole den "Jodeci-Freestyle" absetzt, um dann auf "How Bout You" mit dezenter Stilsicherheit den Jodeci-Schmachtfetzen "My Heart Belongs To You" zu verbraten. Und apropos, mal ganz zart Lauryn Hills "Doo Wop (That Thing), mal Destiny's Childs "Say My Name" - wenn schon nicht seine eigenen Hits, so doch die Klassiker der Vorgeneration. Eben auch Zeitgeschichte. Drake, mit "Care Package" der Black Beatz Act der Woche.        

SPUTNIK Black Beatz vom 23.08.2019 | Stunde 1
Titel Interpret
RNP YBN Cordae feat. Anderson .Paak
Hot Girl Summer Megan Thee Stallion feat. Nicki Minaj & Ty Dolla Sign
The London Young Thug feat. J. Cole & Travis Scott
Free Spirit Drake feat. Rick Ross
Hot Shower Chance The Rapper
Panini Lil Nas X
Jigga Jay-Z
4PM in Calabasas Drake
Single Again Big Sean
Bad & Boujie AJ feat. Geko, Ard Adz & Koomz
Rump Shaker Wrecks-N-Effect
Wiggle It French Montana feat. City Girls
BOP Tyga, YG & Blueface
Draft Day Drake
Gold Roses Rick Ross feat. Drake
Black & Yellow Wiz Khalifa feat. J.A.E.
Pose To Do Lil Pump feat. French Montana & Quavo
Hottest In The City Ty Dolla Sign
Girls Love Beyonce Drake
SPUTNIK Black Beatz vom 23.08.2019 | Stunde 2
Titel Interpret
Bang G-Eazy feat Tyga
Ay Caramba Stay Flee Get Lizzy feat. Fredo, Young T & Bugsey
So High Mist feat. Fredo
Anybody Burna Boy
5 AM in Toronto Drake
20 20 Kojey Radical
Jesus Walks Kanye West
No Guidance Chris Brown feat. Drake
Megatron Nicki Minaj
! Trippie Redd
How Bout Now Drake
My Heart Belongs To You Jodeci
Girlfriend T-Pain feat. G-Eazy
Pree Me Sneakbo feat. Moelogo
I Like Kojo Funds feat. Wizkid
Jodeci Freestyle Drake feat. J. Cole
West Side The Game
Going Off Lil Skies
Get A Bag Chance The Rapper
Dreams Money Can Buy Drake
The Lay Down D.R.A.M. feat. H.E.R.