SPUTNIK Black Beatz vom 19.07.2019: Chris Brown

Erst im Januar dieses Jahres dealte Chris Brown mit seinem Plattenlabel RCA einen fast epochalen Kontrakt zurecht. Zumindest für ihn. Denn mit seinen 30 Lenzen gilt er ab sofort als einer der jüngtsen Künstler überhaupt, die auch die Rechte an ihren Masterbändern haben. Da schien es fast ausgemacht, dass er mit seinem Albumfrischling wieder in die Vollen haut und dem zumindest in Sachen Quantität durchaus umstrittenen Vorgänger "Heartbreak On A Full Moon" in nichts nachsteht. Die Mahner schien er allerdings erhört zu haben. Augenzwinkernd.

Es werden auch dieses mal nicht eine Millionen Songs sein. Versprochen.

Pole-Berechnung

Aber immerhin wurden es 33 Tracks, in der angepeilten Geburtstagsarithmetik auch schon mal als 30 + 3 bezeichnet. Das sind zwar eine Handvoll weniger als die 45 des Vorgängers, für die Premium-Rezensenten des Experten-Portals hiphopdx.com allerdings noch eine Schippe zu viel. Vor allem die uncharmante BWL-Berechnung, durch möglichst viel Masse die Streamingzahlen in die Höhe zu schrauben, schlug bitter auf den Magen. Gleichzeitig dürfte es dem Kontostand des ADHS-Filou aber reichlich gut getan haben, ergatterte Breezy doch die dritte Billboard-Pole seiner Laufbahn.

Dieses Indigo-Album ist über Energie, Liebe, Licht und Glück.

Von Tyga bis Drake

Die einen nennen es beliebiges Stückwerk aus nostalgischer Stangenware, die anderen einen amüsanten Bilderbogen zwischen Tanzhallenbrechern und Betthüpferln. Chris Brown selbst orientierte sich dabei an seinen Vorgängern "Graffitti" oder "F.A.M.E." und im Bunde mit  erlesenen Mitstreitern den schlüpfrigen den Gute Laune-Onkel. An der Seite seines Kumpans Tyga, von Lil Jon, Juvenile, Lil Wayne und Joyner Lucas oder im Bunde mit Nicki Minaj, G-Eazy oder Drake - unbestritten gekonnt  trällert dieser Junge mit dem Rhianna-Kainsmal seine Oktaven über bisweilen putzige Alt-Hit-Fetzen, die von Shanice's "I Love Your Smile" über Aaliyah bis zum Clipse-Brecher "Grindin'" reichen. Manche erwarteten das "Thriller" der Trap&B-Ära. Wir ausschließlich den Black Beatz Act der Woche: Chris Brown - Indigo.

SPUTNIK Black Beatz vom 19.07.2019 | Stunde 1
Titel Interpret
Pretty Little Thing Will.I.Am feat. Lady Leshurr, Lioness & Ms. Banks
Light It Up Marshmellow feat. Chris brown & Tyga
I Need A Stack Chris Brown feat. Lil Wayne & Joyner Lucas
Proud Of You Gucci Mane
Drop Top Swagger Rite feat. Yella Beezy & Flipp Dinero
Classic Man RMX Jidenna feat. Kendrick Lamar
Loco Contigo DJ Snake & J Balvin feat. Tyga
Undecided Chris Brown
Giannis Freddie Gibbs & Madlib feat. Anderson. Paak
Wigs ASAP Ferg feat. City Girls & Antha
Throw It Back Chris Brown
Back And Force Aaliyah
Just Us DJ Khaled feat. SZA
Stripper Bowl Migos
Antidote Travis Scott
Temporary Lover Chris Brown feat. Lil Jon
Haute Tyga feat. Chris Brown & J Balvin
Bang G-Eazy feat Tyga
I'm The One Mostack & Fredo
SPUTNIK Black Beatz vom 19.07.2019 | Stunde 2
Titel Interpret
Money In The Grave Drake feat. Rick Ross
The London Young Thug feat. J. Cole & Travis Scott
Sorry Enough Chris Brown
Grindin' The Clipse
Contra La Pared RMX Sean Paul feat. J. Balvin
What Do You Mean Skepta
Come Together Chris Brown feat. H.E.R.
Bad Idea YBN Cordae feat. Chance The Rapper
Kilos Bugzy Malone feat. Aitch
Droptop T Mulla feat. Hardy Caprio
Get Down On It Kool & The Gang
Side Nigga Chris Brown
Crown Stormzy
Leave Dat Trap Unknown T feat. AJ Tracey
Panda Desiigner
Down Bad Dreamville feat. JID, Bas, J. Cole & Earthgang
Wobble Up Chris Brown feat. Nicki Minaj & G-Eazy
Megatron Nicki Minaj
Simon Says Megan Thee Stallion feat. Juicy J