SPUTNIK Album der Woche Fritz Kalkbrenner ohne Stimme

Sein neues Album „Drown“ ist rein instrumental!

von Julia Bader

Album cover drown
Bildrechte: Different Spring

MDR SPUTNIK Mi 21.02.2018 17:04Uhr 02:34 min

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Auf seinem neuen Album ist Fritz Kalkbrenner nicht zu hören. Vielleicht liegt das an dem Namen des Albums!

Drown heißt übersetzt ertrinken!

Ertrinken ist schrecklich! Die Lunge füllt sich mit Wasser und Sauerstoff weicht aus dem Gehirn. Die Muskeln beginnen zu zucken. Es wird still um einen! Genau so fühlte er sich, als er sein neues Album machte:

Fünf Fakten über Fritz Kalkbrenner

Cover des Albums "Drown", von Fritz Kalkbrenner
"(...)In der elektronischen Musik ist das eigentlich eher der Urzustand. Und das andere ist eher ein Zusatzbonbon. Und wenn man sich aus konzeptionellen Gründen mal dafür entscheidet, das mal wegzulassen, dann ist das so." Bildrechte: Kalkbrenner/Presse
Cover des Albums "Drown", von Fritz Kalkbrenner
"(...)In der elektronischen Musik ist das eigentlich eher der Urzustand. Und das andere ist eher ein Zusatzbonbon. Und wenn man sich aus konzeptionellen Gründen mal dafür entscheidet, das mal wegzulassen, dann ist das so." Bildrechte: Kalkbrenner/Presse
Fritz steht in blauem Hemd vor einer Drahtglasfront
"Das ist nicht so mein Fall, wenn müsste es jemand sein der wirklich bekannt ist, ich will es nicht ganz ausschließen, aber im Moment seh ich es nicht." Bildrechte: Camille Blake
Portrait in Schwarzweiß
"(...)das wird ein Rückgriff zu den Wurzeln und dann werden dann da auch alte, olle Kisten rausgeholt. Und an einem alten Synthie ist nichts Schlimmes." Bildrechte: Camille Blake
Fritz steht am Rand eines Pools
"Das ist in dem Sinne, dass man sich in den Tiefen der Musik verlieren oder nahezu ertrinken kann." Bildrechte: Camille Blake
Fritz sitzt am Steuer eines Autos
In Amerika ist das Publikum viel schwerer zu begeistern. "(...)Wenn man in Amerika groß sein will, müsste man aus Amerika kommen. Gibt auch nur so drei Chart-Topper in den letzten 100 Jahren, die Deutsche waren." Bildrechte: Suol/Presse
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Das war für mich das Signum für das Album. Die Albumsession hat sich für mich so angefühlt. Damit meine ich, dass man sich auch in den Tiefen der Musik verlieren bzw. ertrinken kann.

„Drown“ ist wieder ein Konzeptalbum geworden. Fritz Kalkbrenner wollte zurück zum Ursprung der elektronischen Musik.

Diesmal wollte er alles anders machen!

Auf seinen letzten vier Alben hat er unterschiedliche Musikstile verbunden.

Da kommen Bläser und Handclaps zum Einsatz. Sachen, die ich alle toll finde. Im Zuge des neuen Albums werden auch alte Kisten rausgeholt. Das heißt viel mehr Drum Machines. An einem alten Synthy ist nichts Schlimmes!

Auch wenn dieses Mal auf dem Album seine Stimme fehlt, sind die Tracks bestens für den Club geeignet. Wenn du seine letzten Alben gefeiert hast, fehlt dir aber vielleicht etwas der Pop. Die Songs sind minimalistisch durchchoreografiert und er hat sich wirklich auf das konzentriert, was ein guter Technosong braucht. Er setzt einen treibenden Beat in den sphärischen Raum, der nötig ist, um fesseln zu können.

„Drown“ ist Hypnose und Rausch! Wenn du die Augen schließt und dich zu den Beats in Ektase tanzt, ist es egal, ob du in einem Berliner Kellerklub bist oder zu Hause im Schlafzimmer. Er zeigt, ertrinken kann man überall!

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Popkult | 26.02.18 | 20:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2018, 10:13 Uhr