Zweikampf zwischen Stefan Kleineheismann (HFC) und Denis Streker (Frankfurt)
Bildrechte: IMAGO

SPUTNIK Popkult So schwer haben es Nachwuchs-Fußballer

Sergej Evljuskin galt noch vor ein paar Jahren als großes Talent des deutschen Fußballs. Er war sogar Kapitän der U19-Nationalmannschaft und hat beim VfL Wolfsburg gespielt. Doch den Sprung zu den Profis hat er nie geschafft.

Zweikampf zwischen Stefan Kleineheismann (HFC) und Denis Streker (Frankfurt)
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Als Deutschland 2014 Weltmeister wurde, da hat Sergej Evljuskin schmerzhaft realisiert, dass sein Traum verloren gegangen ist. Seine ehemaligen Mitspieler heben den Pokal in den Himmel. Sie sind ganz oben. Aber er sitzt in einer Kneipe in Kassel. Dabei war er lange Zeit die größte Hoffnung des deutschen Fußballs.

Über seine Zweifel hat Sergej jetzt ein Buch geschrieben: "Eigentlich wäre ich jetzt Weltmeister". Darin arbeitet er seine Zeit als Nachwuchs-Talent auf und analysiert, warum erst alles absolut perfekt lief und dann alles dramatisch falsch. "Du brauchst einen Förderer und das Glück, dass auf deiner Position vielleicht jemand verletzt ist.", sagt Sergej. Er hatte das Glück nicht.

Mittlerweile spielt der 28-Jährige in der 4. Liga bei Hessen Kassel. Er hat seinen Traum von der Profikarriere weiter verfolgt und hat sich zurückgekämpft. Weil er unbedingt spielen will, ging er zu kleineren Vereinen. "Um mich bei Größeren durchsetzen zu können, müsste ich mehr eine Drecksau sein", sagt er.

Damit dein Traum von der Profikarriere nicht auch schon im Keim erstickt, hat Sergej hier noch fünf Erkenntnisse aus seiner Karriere für dich:

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Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2016, 20:37 Uhr