SPUTNIK Popkult Buchtipp: #ichbinhier

Trolle und Wutbürger scheinen die Kommentare in den sozialen Netzwerken mit Hatespeech zu dominieren. Hannes Ley wollte mit seiner Facebook-Gruppe #ichbinhier das Diskussionsklima im Netz verbessern.

von Veronika Prütz

Cover Buch #ichbinhier von Hannes Ley und Carsten Görig
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MDR SPUTNIK Mo 26.02.2018 18:31Uhr 03:32 min

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Tierbaby-Videos und Memes sind die schöne Seite am Internet, Hatespeech ist das genaue Gegenteil davon. Leider fallen aber vor allem die hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare besonders stark auf.

Hannes Ley wollte das nicht mehr länger ignorieren und rief die Facebook-Gruppe #ichbinhier ins Leben. Mittlerweile finden sich dort über 36.000 Mitglieder. Seine Erfahrungen mit #ichbinhier hat er in einem Buch festgehalten.

Ich wollte Sätze wie diese nicht länger ertragen. Ich wollte, dass Menschen, die so etwas schreiben, Gegenwind bekommen.

Ein Nicestorm zieht auf

Mit dem Hashtag #ichbinhier wird das Prinzip des Shitstorms umgedreht.

Sachliche und differenzierte Kommentare in öffentlichen Facebook-Diskussionen werden von den Gruppenmitgliedern durch Likes und weitere Kommentare bestärkt und sichtbar gemacht. Wird ein Mitglied der Gruppe selbst Opfer eines Shitstorms, steht ihm die Gruppe bei.

Hannes Ley (Autor) by Arne Weychard
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MDR SPUTNIK Di 27.02.2018 21:27Uhr 05:19 min

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#ichbinhier wurde für seine Zivilcourage im Netz sogar mit dem Grimme Online Award 2017 ausgezeichnet.

Hannes Ley ist glücklich, dass er einen Beitrag zur Zivilcourage leisten kann, denn seiner Meinung nach entfaltet sich an Stellen, an denen Hassreden die Oberhand gewinnen, ein Potential, das die Gesellschaft spalten kann.

Wir reden nicht über Counter Speech, über Gegenrede. Wir praktizieren sie.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Popkult | 28.02.18 | 19:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. März 2018, 12:45 Uhr