Lena Gorelik - "Mehr Schwarz als Lila"

Alex verliebt sich, küsst in ihrem Gefühls-Overload einen Anderen - ausgerechnet in Auschwitz - und das Bild macht via Social Media die Runde. Bei "Mehr Schwarz als Lila" tauchst du in eine tief melancholische Welt ein.

Das Buch "Mehr Schwarz als Lila" liegt auf einer Wiese
Bildrechte: MDR SPUTNIK

"Mehr Schwarz als Lila" ist eine aufwühlende Reise durch große Emotionen, unpassende Momente und moralischen Stilfragen. Das Buch ist nicht nur unterhaltsam sondern regt auch zum Nachdenken an.

Darum geht's:

Sie sind schon ein komisches Trio: Die unsichere Alex, Halbwaise und immer in schwarz gekleidet. Die mütterliche Ratte, mit Rastas, dem schwierigen Elternhaus und einem fast zu gewollten Drang auf Vorschriften zu scheißen. Und der stille, höfliche Paul mit dem wilden Lockenkopf, der einfach alles liest und weiß.

Die Drei sind beste Freunde, gehen in dieselbe 11. Klasse, verbringen ihre Freizeit zusammen und denken sich verrückte Spiele aus. Beziehungsweise: So war es einmal.

Ratte hat sich in S. verliebt, und Paul hat sich in mich verliebt, das ist ein Vielleicht, und ich hab mich in dich verliebt, das ist Sicher. Und du. Ratte, Paul, du und ich. Das ist die Steigerung dieser Geschichte.

Es ist ein richtiges emotionales Pulverfass auf dem die Vier da sitzen. Und diese ganze Anspannung entlädt sich in einem Kuss, ausgerechnet im Konzentrationslager in Auschwitz.

Kein locker-leichtes Sommerbuch

„Mehr Schwarz als Lila“ ist wirklich kein locker-leichtes Sommerbuch. Aber Lena Gorelik erzählt hier, wie wir alle manchmal emotionale Situationen nicht mehr überblicken können und sehenden Auges in die Katastrophe reinrennen.

Das Buch ist perfekt für alle, die auch gerne mal in melancholische Welten eintauchen und starke Sprache lieben. Denn die ist hier einerseits ganz alltäglich und gleichzeitig unfassbar schön und poetisch.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Popkult | 05.07.17 | 20:10 Uhr