Autorin Lydia ziegt ihr frisches Tattoo.
Bildrechte: Lydia Herms

SPUTNIK Popkult So schnell kannst du dich selbst tätowieren!

Ok, das hier ist nur für ganz Mutige. Und für Menschen, die nüchtern sind. Denn so schnell wie mit Stick'n'Poke ging es noch nie, sich selbst ein Tattoo zu stechen. Allerdings musst du ein paar Dinge beachten. Wir haben es getestet!

Autorin Lydia ziegt ihr frisches Tattoo.
Bildrechte: Lydia Herms

Stick'n'Poke heißt der letzte Schrei im Tattoobusiness. Das Prinzip dahinter: Freunde tätowieren Freunde. Das Equipment bekommt ihr ganz einfach im Netz: Farbe, Folie, Nadeln. 10 EUR für 100 Stück, wenn man es günstig will.

Gestochen wird dann zu Hause. Als erstes den Arbeitsbereich desinfizieren und mit Frischhaltefolie auslegen. Dann wird die Nadel in Farbe getunkt und anschließend unter die Haut gedrückt. Das piekst ein bisschen, tut aber im Gegensatz zum Reißen einer üblichen Tätowiermaschine nicht weh.

SPUTNIK Popkult So funktioniert Stick'n'Poke

Der Arm der Tätowiererin mit vielen eigenen Creationen.
Pauli, 27 Jahre aus Berlin sticht Tattoos in ihrer Küche. Bildrechte: Lydia Herms
Der Arm der Tätowiererin mit vielen eigenen Creationen.
Pauli, 27 Jahre aus Berlin sticht Tattoos in ihrer Küche. Bildrechte: Lydia Herms
Die Tätowiererin zieht sich die Gummihandschuhe an.
Die Utensilien kann man für kleines Geld im Internet bestellen. Bildrechte: Lydia Herms
Es wird mit einer riesigen Nadel in die Haut gestochen.
Reporterin Lydia hat schon ein Tattoo, aber diesmal fühlt es sich komplett anders an. Bildrechte: Lydia Herms
Autorin Lydia ziegt ihr frisches Tattoo.
FERTIG! Das gelungene Ergebnis. Bildrechte: Lydia Herms
Lydia präsentiert ihr neues und verheiltes Tattoo!
Play und Pausezeichen sind fertig und für gut befunden. Bildrechte: Lydia Herms
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Es kann aber auch eine Menge schiefgehen. Sticht man die Nadel zu tief in die Haut, entstehen Narben. Sticht man nicht tief genug, bleibt die Farbe nicht drin. Und das Wichtigste ist sowieso die Hygiene beim Tätowieren. Verwendet auf jeden Fall Handschuhe, ein Feuerzeug zum Desinfizieren der Nadel und Frischhalte-Folie, um das gestochene Tattoo für Infektionen zu schützen.

Generell sollte euch klar sein, dass die Gefahr, dass es am Ende nicht so aussieht, wie erwartet oder sogar schlechter verheilt und sich entzündet, um einiges höher ist, als wenn man einen professionellen Tättowierer ranlässt. Die verlangen nicht umsonst, dass ihre Kunden wenigstens 18 Jahre alt sind und beraten sie vorher gut.

Und auch wenn der Reiz beim Stick'n'Poke das Unperfekte ist - schiefe Smileys und krumme Buchstaben sind bei den ersten Versuchen die Regel - wird die Methode inzwischen schon von erfahreneren Tätowierern angeboten. Unsere Reporterin Lydia hat sich zum Beispiel von Pauli in deren Wohnung stechen lassen. 50 Euro hat sie für die halbstündige Sitzung bezahlt.

Und so sieht das Ganze aus:

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Popkult | 10.04.2017 | 20:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2017, 20:17 Uhr