Isabel und Melati Wijsen aus Bali/Indonesien mit der Bambi Auszeichnung (2017) für ihr Umweltprojekt
Bildrechte: Getty Images/Andreas Rentz

SPUTNIKer am Nachmittag Studie: Menschen mit Schwester sind glücklicher

Schwestern können zickig, egoistisch und nervig sein. Aber laut einer gemeinsamen Studie der Universität in Leicester und der Universität von Ulster machen sie dich zu einer optimistischeren und glücklicheren Person.

Isabel und Melati Wijsen aus Bali/Indonesien mit der Bambi Auszeichnung (2017) für ihr Umweltprojekt
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Geschwister können unheimlich frustrierend sein, vor allem, wenn sie bei Monopoly schummeln, das letzte Stück Kuchen klauen oder das bessere Weihnachtsgeschenk bekommen. DAS WOLLTE ICH DOCH HABEN!!!

Ein bisschen mehr Glück und Optimismus, bitte

Eine Studie der Universitäten in Leicester und Ulster hat jetzt allerdings herausgefunden, dass man zumindest für seine Schwester dankbarer sein sollte - egal, ob sie anstrengend ist oder nicht.

Die Forscher fanden heraus, dass Personen, die eine oder mehrere Schwestern haben, insgesamt glücklicher und optimistischer sind als diejenigen, die ihr trauriges Schicksal ohne dieses besondere Familienmitglied fristen müssen.

Durch die Befragung von insgesamt 571 Probanden im Alter zwischen 17 und 25 entdeckten die Wissenschaftler, dass die Personen, die eine Schwester hatten, zu einem ausgeglicheneren Lebensstil tendierten.

Schwestern sorgen für Zusammenhalt

Laut der Studienergebnisse sorgen Schwestern außerdem für einen besseren Zusammenhalt in der Familie, weil sie ihre Familienmitglieder eher dazu ermutigen, über ihre Gefühle zu sprechen.

Professor Tony Cassidy von der Universität von Ulster sieht die Begründung dafür im weiblichen Kommunikationsverhalten:

Brüder scheinen den gegensätzlichen Effekt auszulösen. [...] Es kann sein, dass Jungs eine natürliche Tendenz dazu haben, nicht über Dinge zu reden [...]. Mädchen tendieren dazu, das zu durchbrechen.

No Woman, No Happiness

Während der Befragung erzielten Männer, die nur mit Brüdern aufwuchsen, die schlechtesten Ergebnisse, während Frauen mit Schwestern am oberen Ende der Skala eingestuft wurden. Sie tendierten laut der Ergebnisse eher dazu, ehrgeizig und selbstständig zu sein.

Ashley und Mary-Kate Olsen
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Bei Probanden, die als Scheidungskind aufwuchsen, waren diese Effekte sogar noch stärker messbar. Anhand der Ergebnisse ließ sich schlussfolgern, dass sich Schwestern in solchen Situationen gegenseitig besser unterstützten.

Also nimm deine Schwester doch mal in den Arm und sag ihr: "Danke, dass es dich gibt!"

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIKer am Nachmittag | 14.12.2017 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2017, 14:02 Uhr