Der Catch As Catch Can Store in Leipzig bietet "up-gecycelte" Klamotten an - quasi runderneuert. SPUTNIKerin Yvonne hat sie besucht.
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SPUTNIK TAG und WACH Wohin mit den Altkleidern?

Viel zu viel Klamotten im Schrank aber keine Ahnung wohin damit? Wir zeigen dir vier Möglichkeiten, wie du alte Shirts und Hosen entsorgen kannst!

von Svenja Estner

Der Catch As Catch Can Store in Leipzig bietet "up-gecycelte" Klamotten an - quasi runderneuert. SPUTNIKerin Yvonne hat sie besucht.
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Wenn du deine Altkleider loswerden willst, dann kannst du alles sauber und in Plastik verpackt in den Altkleidercontainer werfen. Der kann entweder von städtischen, karitativen oder privaten Sammlern aufgestellt werden. Du kannnst also aktiv mitbestimmen, wer deine Altkleider bekommen soll.

Aber es gibt auch schwarze Schafe in der Branche. Wer ganz sicher gehen möchte, dass seine Altkleider nicht auf illegale Weise verscherbelt werden, kann die Servicerufnummer auf dem Altkleidercontainer anrufen. Meldet sich nur ein Anrufbeantworter und keine existierende Organisation: Lieber Finger weg!

Kleiderschrank eines Mannes. Bekleidung aller Art hängt und liegt in verschiedenen Schrankfächern.
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Legal aufgestellt sind beispielsweise Container mit dem Aufkleber vom „Dachverband Verwertung“. Die Kleidung aus den Containern wird im nächsten Schritt von Sortierbetrieben nach Qualitätsmerkmalen sortiert. Die gut erhaltene Second-Hand-Ware wird verkauft. Daran verdient der Betrieb am meisten. Alles andere wird geschreddert und unter anderem zu Putzlappen verarbeitet.

Kleiderkammern helfen Bedürftigen

Ein anderer Weg sind Kleiderkammern. Sie nehmen saubere und intakte Kleidung gerne als Spende an. Die vor Ort abgegebenen Säcke und Kartons mit Altkleidern werden im ersten Schritt gut durchsortiert. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer fischen verdreckte oder kaputte Sachen direkt raus.

Diese werden von einem Verwertungsunternehmen abgeholt und zu Putzlappen weiterverarbeitet. Die gute Ware wird in Regale geräumt und nach Kategorien sortiert. Menschen, die unter dem Existenzminimum leben, Hartz IV empfangen oder eine kleine Rente bekommen, dürfen sich hier mit Kleidung eindecken.

Designerstücke mit Second-Hand-Klamotten

Altkleider können aber auch zu echten Designerstücken werden. Es gibt sogar Upcycling-Fashion, also Mode aus Second-Hand-Sachen. Die Designer beziehen gebrauchte Klamotten aus Second-Hand-Geschäften, aus dem Internet oder von Freunden. Dann werden die Sachen entweder zerschnitten und nur noch der Stoff weiterbenutzt oder sie dienen als Korpus für neue Designstücke.

Offiziell hat er keinen Shop für seine Klamotten, bekommt aber immer wieder viele Anfragen – meist von Frauen, die seine Westen kaufen wollen.
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Aber auch handwerklich nicht so begabte Menschen können ganz einfach ihre Kleidung upcyclen. Bei einem alten T-Shirt können die Ärmel abgeschnitten werden und auch das Bündchen am Hals. Das sieht dann sehr rockig aus. Pailetten und Bügelpatches geben dem Ganzen noch den letzten Schliff. Wer mag, kann auch mit Stofffarben Motive aufs Kleidungsstück drucken.

Letzte Möglichkeit: Restmüll

Leider gibt es auch Sachen, die definitiv nicht wiederverwendet werden können. Die löchrigen Socken oder die total zerrissene Jeans gehören in den Restmüll und auf gar keinen Fall in den Altkleidercontainer!

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK TAG und WACH | 12.09.18 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2018, 21:56 Uhr