Eine junge Frau schaut traurig durch eine regennasse Fensterscheibe.
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SPUTNIK Tagesupdate Diese Apps helfen bei Depression

Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, werden oft mit langen Wartelisten konfrontiert, bis es zu einer ersten Psychotherapiesitzung kommt. Um diese Wartezeit zu überbrücken und sein Leben außerhalb der Sprechstunden organisiert zu bekommen, gibt es Apps, die Hilfe versprechen.

Eine junge Frau schaut traurig durch eine regennasse Fensterscheibe.
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Deprexis

Deprexis ist das bekannteste Online-Therapieprogramm für leichte bis mittelschwere Depressionen. Über simulierte Dialoge und vorgefertigte Antworten klickt sich der Nutzer durch Module, die auf bewährte Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie basieren. Ob man eine Depression hat, wird allerdings erst nach der Anmeldung mit Hilfe eines Fragebogens überprüft.

Und hier kommt der Haken: Deprexis kostet knapp 300 Euro. Kein Schnäppchen. Allerdings können sich DAK-Versicherte kostenfrei anmelden. Ob auch andere Krankenkasse die Kosten übernehmen, muss im Einzelfall erfragt werden.

Insgesamt macht Deprexis einen guten Eindruck: Das Programm umfasst Entspannungsübungen, Aufklärung über die Macht der Gedanken, Motivation zum Aufbau von Aktivitäten und Anregungen seine eigenen Gedanken zu hinterfragen. Die Tipps und Übungen sind natürlich programmiert und nicht persönlich zugeschnitten, wie es bei einer richtigen Therapiesitzung der Fall wäre.

Funktionen Kosten Betriebssystem
Simulierte Dialoge mit vorgefertigten Antworten, Entspannungsübungen, Motivationsaufbau 300€ (von einigen Krankenkassen bezahlt) iOS und Android

Arya

Was hast du heute gemacht? Wann ging es dir gut? Wie fühlt sich dein Körper an? - Arya ist eine App zum Festhalten von Stimmungen und Verhaltensmustern zur eigenen Reflektion. Wo sonst Fragebögen ausgefüllt wurden, werden hier alle Daten in einer App gesichert mit Datum, Uhrzeit und Stimmungsprotokollen.

Screenshots von Arya
Bildrechte: ARYA Companion

Die App soll es Betroffenen erleichtern ihren Alltag zu beobachten und zu gestalten. Ab Mai 2017 soll es laut der Entwickler außerdem möglich sein, die festgehaltenen Daten direkt an seinen Therapeuten zu übermitteln. So soll die wenige Zeit in den 1-zu-1-Sitzungen noch besser genutzt werden, da der Therapeut bereits einiges über die aktuelle Situation seines Patienten weiß.

Arya ist keine App gegen Depressionen, sondern eher eine begleitende App für den Alltag, die die Therapie unterstützen kann.

Funktionen Kosten Betriebssystem
Stimmungen festhalten, zukünftig Daten an Therapeuten übermitteln kostenlos iOS und Android

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 11.04.2017 | 18.20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2017, 08:43 Uhr