Darum sind Avocados gar nicht so super

Die Superfrucht wurde in den letzten Monaten zum Food-Hype schlechthin. Aber: So toll ist die ganze Sache gar nicht!

Eine gezeichnete Avocado mit einem Verbotskreis
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Schon klar: Avocado ist gesund. Jede Menge Vitamin E, Vitamin K, Vitamin A, Magnesium, hochwertiges Eiweiß, Kalium, gesunde pflanzliche Fette, ungesättigte Fettsäuren und leicht verdaulich ist die Frucht auch noch.

Das Herz-Kreislauf-System, der Cholesterinspiegel, die Augen, Haut und Haar, Energiehaushalt und Nerven freuen sich, wenn du Avocado mampfst.
Sogar die Bildung des "Glückshormons" Serotonin wird dadurch gefördert.

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Gesund für uns, aber nicht für die Umwelt!

Einen Haken gibt es aber: Die kleinen Wundermittel für den menschlichen Körper sind ganz schön fies zur Umwelt. Umweltforscher und -schützer wie Greenpeace warnen jetzt vor dem Superfood. Denn eine EINZIGE Avocado braucht allein für's Bewässern zwischen 70 und 300 Liter Wasser.

Ein Burger mit Fleisch, Käse und Avocado-Creme
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Der Wasserverbrauch, der bei Verpackung und Transport draufgeht, ist da noch gar nicht eingerechnet. Und es gibt noch ein Problem: Die Avocadoplantagen werden durch unseren Hype immer mehr und größer.

In Spanien, im Süden der USA und Afrikas, Isreal und Mexiko werden Avocados in großen Mengen angebaut. Allein in Mexiko werden dafür jährlich 4000 Hektar Wald gerodet. Weil das jetzt rausgekommen ist und eigentlich gar nicht geht, entschließen sich weltweit immer mehr Restaurants und Supermärkte keine Avocados mehr zu verkaufen.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 12.07.17 | 18:40 Uhr