Schmaler Korridor zwischen vielen Zahlen auf digitalen Displays in gebogener Fluchtpunktperspektive
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SPUTNIK Tagesupdate Das passiert mit deinen Daten im Internet

Das Internet besteht aus millionenfachen Daten, die wir uns hin und her senden. Deine Daten landen aber nicht nur dort, wo du sie bewusst hinschickst, denn Spuren beim Surfen hinterlässt du überall.

von Veronika Prütz

Schmaler Korridor zwischen vielen Zahlen auf digitalen Displays in gebogener Fluchtpunktperspektive
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Deine Daten liegen nicht nur bei den Leuten, an die du sie verschickt hast. Sie werden auf vielen verschiedenen Servern gespeichert, oft verkauft und im schlimmsten Fall sogar gestohlen.

Auch wenn der Begriff "Datenklau" irgendwie ungreifbar klingt, kann er echt miese Folgen für dich haben.

Deine Spuren sind überall

Spuren Im Internet hinterlässt du natürlich überall dort, wo du freiwillig etwas hochlädst, postest, kommentierst oder Likes verteilst.

Aber nicht nur das Foto auf Facebook mit dem Sangria-Eimer vom letzten Malle-Urlaub ist eine Spur von dir in den großen Weiten des Internets. Auch jedes Formular, zum Beispiel für ein Gewinnspiel, speichert deine Daten.

Eine Hand zeichnet Datenströme im Internet.
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MDR SPUTNIK Mo 19.02.2018 12:57Uhr 04:45 min

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Deine Daten werden aber auch gespeichert, ohne dass du es bewusst merkst.

Allein schon beim bloßen Benutzen deines Browsers oder bei der Googlesuche fütterst du Protokolle mit deinen Daten. Diese Protokolle können genau nachvollziehen, wo du im Netz unterwegs bist.

Wenn du eine Website besuchst, speichert ein Tracker deine IP-Adresse. Diese Adresse gibt dem Seitenbetreiber Aufschluss darüber, wo du herkommst. Mit Cookies kann er herausfinden, was dich besonders auf seiner Seite interessiert.

Daten sind das neue Öl

Vielleicht kommt einem das gar nicht so schlimm vor, denn wo soll das Problem liegen, wenn man nichts zu verbergen hat?

Tatsächlich haben eine Menge Leute Interesse an deinen digitalen Spuren.

Facebook und Google verdienen eine Menge Geld damit, deine Informationen an Unternehmen zu verkaufen. Diese Firmen wiederum werten deine Daten aus, um perfekt auf dich zugeschnittene Werbung auf deinen Profilen im Netz zu schalten. Sie hoffen, dass du auf diese Weise möglichst viel bei ihnen einkaufst.

Du hast bestimmt schon mal im Netz nach Schuhen gesucht und dich danach gewundert, warum dir in den sozialen Netzwerken Werbeanzeigen angezeigt werden von genau den Schuhen, die du dir auf Shoppingseiten angesehen hast?

Jeder hat Zugriff auf deine Daten

Richtig nervig wird es allerdings, wenn du im Netz beim Shoppen deine Kontoverbindung angibst und diese dann von Cyber-Kriminellen oder sogar vom Seitenbetreiber selbst missbraucht wird. Wenn sich jemand einen krassen neuen Flachbildfernseher auf deine Kosten leistet, musst du das erstmal beweisen - oder für den entstandenen Schaden zahlen.

Außerdem darf der Staat deine Daten lesen. Bestimmte Gesetze erlauben der Polizei den Zugriff auf deine Daten, wenn sie damit Straftaten verhindern oder aufklären können. Was man von dir im Netz findet, kann also auch gegen dich verwendet werden.

Auch bei Bewerbungsgesprächen kann das, was du online treibst, zum Nachteil werden. Zum Beispiel, wenn dir aufgrund der vielen Partyfotos auf Facebook ein Ruf vorauseilt. Oder der Chef sich fragt, wie du bei so vielen Posts noch Zeit zum Arbeiten finden sollst.

So kannst du deine Spuren verwischen

Wenn du Inhalte von dir auf anderen Seiten im Netz finden solltest, die ohne deine Einwilligung dort gelandet sind, kannst du aufgrund des Kunsturhebergesetzes entfernen lassen, indem du den Betreiber der Seite kontaktierst.

Wenn du nicht möchtest, dass man dein Facebook-Profil über eine Suchmaschine findet, kannst du das in den Profileinstellungen festlegen.

Mit den richtigen Einstellungen im Browser kannst du zumindest für ein bisschen mehr Privatsphäre sorgen. In den Einstellungen kannst du festlegen, ob dein Browser Cookies oder den Suchverlauf speichern soll.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 21.02.18 | 18:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2018, 10:47 Uhr