SPUTNIK Tagesupdate Diese Dating-App gibt Frauen mehr Power

Die App Bumble will unser Dating-Verhalten modernisieren und Frauen mehr Macht geben. Gute Idee - findet auch Konkurrenz-Unternehmen Tinder.

Einfach Profil anlegen, nach links oder rechts wischen und am Ende hoffentlich Mr. oder Mrs. Right finden. So die Theorie vieler Dating-Apps.

Doch Tinder, Lovoo, OkCupid und Co. muten mittlerweile eher wie eine Sexpartner-Börse an. Wenn man auf die Frage "Wie geht's?" ein "Danke, gut." als Antwort bekommt, kann man sich glücklich schätzen. Aber meistens bekommt man dann doch eher Nachrichten wie "Na, Bock auf Ficken?".

Ihr braucht mehr Mut

Das war der ehemaligen Tinder-Mitbegründerin Whitney Wolfe Herde ein Dorn im Auge. Sie hatte keinen Bock mehr auf aggressive Anmachsprüche, die unter die Gürtellinie gehen und jeden Funken Anstand vermissen lassen. Und sie war der Meinung, dass das ganze Dating-Verhalten modernisiert werden müsste. Deshalb hat sie 2015 Bumble auf die Beine gestellt.

Bei dieser Dating-App müssen Frauen den ersten Schritt machen. Finden sie einen Menschen, der ihnen gefällt, haben sie 24 Stunden Zeit, sich bei ihm zu melden, ansonsten verschwindet das Match wieder.

Das hat zwei Vorteile. Zum einen sammelt man nicht unzählig viele "Ja-Vielleicht-Kontakte", bei denen am Ende sowieso keine Unterhaltung zustande kommt. Andererseits werden Frauen endlich selbst aktiv und bewegen sich vom ungeschriebenen "Er muss den ersten Schritt machen"-Gesetz weg.

Wolfe will Frauen ein stärkeres Selbstbewusstsein geben und Menschen dazu bringen, endlich wieder nett und höflich zueinander zu sein.

Tinder zieht mit

Auch Marktführer Tinder hat entschieden, beim nächsten Update ein "Women First"-Feature auszurollen. Das verriet die Tinder-Geschäftsführerin jetzt im Interview mit einem amerikanischen Wirtschaftsmagazin.

Der Unterschied zu Bumble ist, dass die Frauen bei Tinder nicht gezwungen werden, den ersten Schritt zu machen, sondern sich entscheiden können, diese Option anzuschalten. Konkurrentin Wolfe Herde begrüßt die Entscheidung und applaudiert jeder Firma, die sich dazu entscheidet, Frauen zu stärken.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 15.02.18 | 18:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2018, 21:49 Uhr