SPUTNIK Tagesupdate Darum ist Instagram so nett

Instagram hat nach Twitter und Facebook die größte Community. Heimlich und leise hat das Netzwerk bald 1 Milliarde User angezogen. Die Tendenz ist steigend, obwohl heftige Themen wie zum Beispiel Fake News dort gar nicht so hart angeprangert werden wie auf anderen Plattformen.

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MDR SPUTNIK Di 16.01.2018 20:01Uhr 03:00 min

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Instagram gehört zu den meistgenutzten sozialen Medien. 15 Millionen Deutsche nutzen die Plattform im Monat, weltweit sind es über 800 Millionen Menschen. Trotzdem fallen bei unangenehmen Themen wie Hate Speech oder Fakenews eher Facebook und YouTube auf.

Das nette Netzwerk

Instagram erscheint immer nett. Eine harmlose Seite, auf der schöne Fotos und Momente miteinander geteilt werden und die gleichermaßen bei normalen Menschen, Stars und Unternehmen beliebt ist.

Es ist kein Zufall, dass die Plattform nach außen hin so wahrgenommen wird, denn Instagram will "das nette Netzwerk" sein. Zu Beginn haben die Gründer Mike Krieger und Kevin Systrom Hasskommentare sogar noch selbst gelöscht.

Ganz am Anfang waren es Kevin und ich. Wenn wir einen Kommentar gesehen haben, bei dem wir dachten, dass er nicht auf Instagram gehört, haben wir ihn für uns gelöscht.

Mensch vs. Maschine

Von Hand kann man schon lange nicht mehr alle Inhalte prüfen. Mittlerweile wird das von Algorithmen übernommen, die Hasskommentare automatisch erkennen sollen.

Im Gegensatz zu Facebook, wo angeblich alles von Hand kontrolliert wird, entscheiden bei Instagram also Maschinen darüber, welches Verhalten in Ordnung ist und welches nicht.

Gutes Benehmen ist keine Zensur

Als Zensurmaschine empfindet Mike Krieger dieses System nicht, für ihn funktionieren die Algorithmen sehr gut. Neue Nutzer passen sich dadurch automatisch an die gewünschten Werte an.

Ich glaube, viel passiert nach dem Motto "Was du siehst, ist wie du dich benimmst". Wenn du dich anmeldest und siehst, dass die Leute dich unterstützen und die Kommentare positiv sind. Wenn man diesen Ton früh anschlägt, halten sich die Leute dran.

Konkrete Zahlen, was da eigentlich alles gelöscht wird und wie viele Fehler die Algorithmen machen, werden nicht genannt. Dass sie Fehler machen, kann allerdings auch Krieger nicht bestreiten, denn die Algorithmen werden von Menschen "trainiert".

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 16.01.18 | 18:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2018, 07:21 Uhr