Die Skyline von Panama City
Bildrechte: Colourbox

Das hat es mit den „Panama-Papers“ auf sich

Die Skyline von Panama City
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Was sind die Panama-Papers?

Bei den Panama-Papers handelt es sich um einen riesigen Haufen interner Daten einer Kanzlei names Mossack Fonsecka mit Sitz in Panama, die der Süddeutschen Zeitung über Monate hinweg zugespielt wurden. Insgesamt sind es mehr als 2,6 Terabyte. Die Kanzlei des Deutschen Jürgen Mossack verkauft seit fast 40 Jahren anonyme Briefkastenfirmen, mit deren Hilfe Gelder versteckt und gewaschen werden konnten. Zahlreiche Verwicklungen von bekannten Politikern, Prominenten, Drogenkartellen und Mafia Clans wurden nun bekannt. Unter anderem stehen auch Namen wie Wladimir Putin oder Lionel Messi auf der Liste. Außerdem wurden Zusammenhänge zu einigen großen Skandalen wie etwa dem Fifa-Skandal oder dem Siemens-korruptionsskandal aufgedeckt.

Was sind Briefkastenfirmen?

Wenn wohlhabende Menschen ihre Millionen am Finanzamt vorbeischleusen oder Gelder für dubiose Machenschaften unsichtbar verwalten wollen, bedienen sie sich oft eines Tricks. Über sogenannte Briefkastenfirmen in einem fremden Land verwalten sie ihr geheimes Vermögen. Diese Firmen werden von einem Scheindirektor gegründet und geführt. Sie bestehen im Grunde nur aus einem Firmensitz, also einer Adresse mit einem Briefkasten. Produziert oder gearbeitet wird dort nichts. Mit dem Zugriff auf das Firmenkonto kann dann nach Belieben Geld deponiert, hin- und hergeschoben oder gewaschen werden, ohne dass das Finanzamt im Heimatland etwas davon mitbekommt.  Panama ist ein perfektes Land für solche Machenschaften, denn Briefkastenfirmen sind dort völlig normal und das Bankgeheimnis ist sehr streng.

Wer ist darin verwickelt?

Die Liste der Menschen, die in die Machenschaften rund um die Firma Mossack Fonsecka  verwickelt sind ist sehr lang. Mit dabei sind Persönlichkeiten wie Argentiniens Präsident Mauricia Macri, der Präsident der Ukraine Petro Poroshenko, die Kinder des Premierministers von Pakistan oder die Schwester des spanischen Agrarministers. Auch Promis wie Lionel Messi sollen mit der Firma zu tun gehabt haben. 

Zuletzt aktualisiert: 05. April 2016, 19:28 Uhr