SPUTNIK Tagesupdate So sieht der Job von Influencern aus

Instagram und Influencer gehören einfach zusammen - das sehen mittlerweile auch Unternehmen ein. Egal, ob es einen Haufen Kohle für ein Foto gibt, Einladungen zu coolen Partys oder kostenlose Produkte zum Testen: Das Leben als Influencer wirkt so verdammt cool. Aber wie sieht deren Job eigentlich wirklich aus?

Smartphone fotografiert Weihnachtsgeschenk
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MDR SPUTNIK Do 18.01.2018 19:15Uhr 02:35 min

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Wenn man auf Instagram unterwegs ist, dauert es nicht lang, bis in der Timeline der erste Post irgendeines Influencers erscheint.

Instagram ohne Influencer wäre wahrscheinlich nicht mehr dasselbe. Aber was geht eigentlich hinter den Kulissen bei diesem Job ab?

Über Geld spricht man nicht

Über ihr Einkommen sprechen die meisten Influencer nur hinter vorgehaltener Hand. Die Gewinnspanne ist sehr weitläufig - von ein paar hundert Euro bis zum fünfstelligen Bereich kann alles drin sein. Je nachdem, wie viele Follower ein Instagramer hat und wie groß die Communitybindung ist.

Christine aka @tourdelust ist eine der bekanntesten US-amerikanischen Influencer. Ihr bisher dickster Fisch: Satte 10 000 Dollar für ein Foto.

Generell ist es für Christine kein Problem, zumindest ein paar tausend Dollar im Monat durch Instagram einzunehmen.

Ich würde sagen, manche Leute verlangen tausend oder zwei- bis dreitausend pro Foto. Und manche Leute verlangen nur ein paar hundert. Aber man kann definitiv ein paar tausend im Monat verdienen.

Es ist ein echter Job

Für ihre Aufträge wird Christine von Hotels und Urlaubsorten eingeladen. Im Gegenzug dafür macht sie dann Werbung dafür auf ihrem Profil, das 185.000 Follower zählt.

Einfach nur ein Bild knipsen und chillen ist allerdings nicht drin, die Fotos und Posts müssen auch den Zeitgeist widerspiegeln.

Die Instagramerin Mandy aka @thehautesweat hat zum Beispiel festgestellt, dass Follower auf Bilder, die zu perfekt aussehen, nicht mehr so gern reagieren.

Mittlerweile bekommt man mehr Zuspruch auf Fotos, die in Echtzeit aufgenommen wurden, ob es jetzt ein iPhone-Foto auf der Arbeit ist oder ein Schnappschuss meines Schreibtisches.

Die Instagram-Stories sind wegen des Verlangens nach Imperfektion und Realness mittlerweile viel wichtiger geworden als die inszenierten Bilder auf dem Profil. Aufgrund der vielen Influencer sieht man die nämlich ständig.

Perfektion kann also auch langweilig werden.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 18.01.18 | 18:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2018, 11:17 Uhr