SPUTNIK Tagesupdate So bewirbt man sich heutzutage

Du hast keinen Bock aufwendige Bewerbungsschreiben zu verfassen? Keine Sorge: Die digitale Welt ist längst im Bewerbungsprozess angekommen und die klassische Bewerbung verliert an Bedeutung.

Imagebild: Bewerbung - Lebenslauf und Bewerbungsabschreiben liegen neben Passfotos auf einem Tisch.
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MDR SPUTNIK Di 30.01.2018 19:29Uhr 03:18 min

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Bewerbungen zu schreiben, macht keinen Spaß: Anschreiben formulieren, Formulare kopieren, bla bla. Dann schickt man das ab und hofft auf Antwort.

Doch es geht auch einfacher. Heutzutage muss es nicht immer der klassische Weg sein. Wir stellen dir vier Alternativen vor, um deinen Job zu finden.

whyapply: Die praktische Aufgabe

Porträt-Foto eines Mannes mit Vollbart und lockerer Kleidung. Er steht in einem Büro.
Michael Benz von whyapply. Bildrechte: MDR/Ralf Geißler

Der Leipziger Michael Benz hat das Stellenportal "whyapply" gegründet. Hier stellen Firmen, die auf Mitarbeitersuche sind, ihren Bewerbern kleine Aufgaben, die in 30 bis 45 Minuten lösbar sind. Wer die besten Antworten parat hat, wird mit etwas Glück zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Die Vorteile von whyapply liegen für Gründer Benz auf der Hand:

Zum einen ist die Bewerbung im ersten Anlauf anonym. Man sieht weder ein Gesicht, noch Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Name und dergleichen. Das verhindert, dass Kandidaten aufgrund unbewusster Vorurteile ausgesiebt werden.

Außerdem könne man gleich mit einer ersten Arbeitsprobe glänzen, so Benz. Das Portal steht noch am Anfang. Bislang beteiligen sich zwölf Unternehmen.

Talentcube: Bewerbung per Video

Wer dachte, dass Matches und Challenges schon alles waren, der bekommt bei Talentcube die Chance, sich per Video vorzustellen. Die App erlaubt es Bewerbern, bis zu drei Videos hochzuladen, mit denen man sich präsentiert.

In den Clips kann man sagen, was einen als Person ausmacht oder begründen, warum man ausgerechnet diese Stelle möchte. Neben der Videos gibt es noch die Funktion einen Lebenslauf und wichtige Dokumente zu hinterlegen.

truffls: It's a Match!

Ja, kein Scherz. Die App truffls funktioniert im Prinzip wie das Dating-Portal Tinder. Die Jobbörse generiert anhand von dir ausgewählten Kriterien, wie Vollzeit oder Teilzeit, Stand der Berufserfahrung, Arbeitsort, Berufsfeld usw. ein Angebot von offenen Stellen. Diese werden dir dann vorgeschlagen.

Screenshots der App "truffls"
Bildrechte: truffls

Ein Swipe nach rechts ist eine Bewerbung. Spricht dich der Job nicht an, dann swipest du nach links. Interessiert sich ein Unternehmen für dein Profil, dann ist es ein Match und du kannst mit ihm im Messenger chatten.

Alles, was du tun musst, ist einmalig deinen Lebenslauf hochzuladen.

Xing: Das Facebook für Berufe

Xing haben viele wahrscheinlich schon mal gehört. Die Plattform funktioniert so ähnlich wie Facebook. Sie ermöglicht es einem, eine Visitenkarte von sich anzulegen, in der man Kontaktdaten und Informationen zu seinem beruflichen Werdegang hinterlegen kann. Man kann nach Jobs suchen oder nach Personen.

Bei Xing geht es in erster Linie um das Vernetzen und darum, seine geschäftlichen Kontakte zu pflegen. Ehemalige Mitglieder mit gekündigtem Account beklagen sich allerdings, dass sie auch nach der Kündigung noch Newsletter und Nachrichten per E-Mail erhalten.

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Tagesupdate | 30.01.18 | 18:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2018, 06:19 Uhr