Display mit Whatsapp
Bildrechte: Carl Court

SPUTNIK Dein Tag WhatsApp-Virus "Martinelli" - so gefährlich ist er wirklich

Auf WhatsApp geht ein Kettenbrief rum, hinter dem sich ein Virus verbergen soll. Die Schadsoftware, die da erwähnt wird, gibt es aber gar nicht.

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Immer mal wieder verbreiten sich auf WhatsApp Kettenbriefe. Nachrichten, die wir weiter schicken sollen, um die ewige Liebe oder unendlichen Reichtum zu finden, oder um Freunde vor gefährlicher Software zu warnen.

Das gleiche Prinzip steckt auch hinter dem WhatsApp-Virus "Martinelli".

Dabei wird in einer Nachricht vor der Schadsoftware gewarnt, die sich über ein Video weiterverbreiten soll. Wird dieser Clip geöffnet, soll das eigene Smartphone in nur zehn Sekunden komplett unbrauchbar sein. Logisch, dass man seine Freunde vor dieser Gefahr schützen will und den Kettenbrief weiterschickt. Völlig unnötig, denn einen solchen Virus gibt es einfach nicht.

WhatsApp-Virus "Martinelli" stammt aus Spanien oder Italien

Das ganze Märchen stammt aus Italien oder Spanien. In beiden Ländern ging diese Kettennachricht bereits vor einigen Monaten rum. Die Polizei gab bereits Entwarnung und teilte mit, dass an der Geschichte nichts dran ist. Allerdings wurde der Inhalt des Briefs nun auch ins Deutsche übersetzt.

Wer also eine Nachricht mit dem vermeintlichen WhatsApp-Virus "Martinelli" erhält, kann diese getrost ignorieren. Ihr tut uns alle einen Gefallen, die Nachricht nicht weiterzuleiten, weil Kettenbriefe einfach nerven. Noch besser ist es sogar, ihr schreibt den Absender des Kettenbriefs an, und teilt ihm mit, dass die Nachricht Quatsch ist und schickt ihm zum Beispiel unseren Artikel.

Whatsapp-Kettenbriefe wie "Martinelli" meist harmlos

Die meisten Kettenbriefe bei WhatsApp und anderen Messenger-Diensten sind harmlos. Doch es gibt auch echte Gefahren, sogenannte Phishing-Versuche.

Dabei bekommt ihr eine Direktnachricht und werdet aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Dieser leitet euch auf eine gefälschte Website (z.B. einer Fake-Seite für Online-Banking), wo ihr aufgefordert werdet, eure Zugangsdaten einzugeben. Die Täter können damit eure Login-Daten "abfischen" und somit Zugang zu sensiblen Konten gelangen.

Bei solchen Nachrichten ist also durchaus Vorsicht geboten!

Das Thema im SPUTNIK Programm: SPUTNIK Dein Tag | 12.06.18 | 13:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2018, 09:51 Uhr