Drei Fragen an die NPD

Wie der Name schon vermuten lässt, befasst sich das Programm der NPD im Grundsatz mit dem Erhalt von nationalen Werten. Sie lehnt die aktuellen deutschen Grenzen ab, spricht sich gegen Integration von Ausländern aus und möchte ein konservatives Familienbild fördern. Die Partei wurde 1964 gegründet und stand oftmals vor einem Verbot. Für die Bundestagswahl 2017 ist sie aber zugelassen. Das antwortete die NPD auf die Fragen:

1. Thema: Sicherheit

Rieke will im Sommer auf ein Festival gehen, hat seit dem Anschlag in Berlin jedoch Angst vor großen Menschenansammlungen. Thomas hat beim Shoppen im Einkaufszentrum immer noch den Amoklauf in München im Kopf. Und Sarah geht nicht mehr so gerne auf Demos, weil es dort oft zu Ausschreitungen kommt. Anschläge, Amokläufe, politische Kriminalität:

Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, dass Rieke, Thomas und Sarah sich in Zukunft wieder sicherer fühlen?

Antwort der NPD

Die Bundesrepublik Deutschland hat ausreichende Rechtsvorschriften, um für alle Menschen in Deutschland Sicherheit zu gewähren. Zwei soziale Gruppen, Islamisten und Linksextremisten bedrohen aus nichtigen Gründen, die sie ideologisch rechtfertigen, Menschen. Würden die geltenden Rechtsvorschriften konsequent angewandt, wären Terroranschläge wie in Berlin und Hamburg präventiv verhindert worden. Die genaue Erfassung von Islamisten und Linksextremisten sowie die zentrale Verwaltung und Nutzung der erfaßten Daten in einer Gefährderdatei würden die Sicherheitslage in Deutschland steigern. Alle erfaßten Gefährder mit hoher krimineller Energie können mit strengen Auflagen versehen werden, deren ständige Überwachung ihnen keine Möglichkeit gibt, Verbrechen zu begehen.

2. Thema: Integration von Geflüchteten

Khaled ist 24 und vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland geflohen. Seit seiner Ankunft musste er mehrmals die Stadt wechseln, sein Asylverfahren dauerte über ein Jahr. Nun besitzt er zwar den Asylstatus und hat endlich einen Platz in einem Deutschkurs bekommen, doch er hat kaum Kontakt zur deutschen Kultur. In seinem Asylbewerberheim in einem kleinen Dorf weit weg von der Großstadt hat er sich lange Zeit isoliert gefühlt und konnte keinen richtigen Kontakt zu Deutschen knüpfen.

Wie wollen Sie Menschen wie Khaled in Zukunft besser und schneller in die deutsche Gesellschaft integrieren?

Antwort der NPD

Die NPD spricht sich gegen eine Integration aus, da die Menschen wieder in ihre Heimat zurück sollen, wenn es die Umstände dort erlauben. Das ist in den meisten Fällen ja auch gegeben.

Wer unter anderem seine Sprache, Kultur und Sitten behält, kann sich in seiner Heimat wieder problemlos eingliedern.

3. Thema: Hatespeech/Fake News im Internet

Lisa (16) ist täglich mehrere Stunden bei Instagram, Snapchat und Facebook unterwegs und veröffentlicht dort kleine Texte, Fotos und Videos aus ihrem Alltag. Oft bekommt sie mit, wie sich andere Nutzer heftig beleidigen oder fragwürdiges Gedankengut verbreitet wird. Wenn sie die Inhalte bei Facebook meldet, passiert aber meistens gar nichts.
Ihr Klassenkamerad Justus nutzt wie die meisten in seiner Altersklasse hauptsächlich Facebook als Informationsquelle im Netz. Dort werden aber auch Falschmeldungen verbreitet und Justus weiß manchmal nicht, was er glauben kann.

Wie wollen Sie gegen Phänomene wie Hatespeech und Fake News konkret vorgehen?

Antwort der NPD

Seit geraumer Zeit betrachtet ein großer Teil des deutschen Volkes die Medien in der Bundesrepublik Deutschland sehr kritisch. Die kritische Haltung führte zu dem geflügelten Wort von der Lügenpresse. Die meist politisch "links" orientierten Medienmacher verlieren den Bezug zur Wirklichkeit.

Jeder der schon einmal an einer Veranstaltung der NPD teilgenommen hat und anschließend die Verwertung in den Medien über diese Veranstaltung der NPD beobachtet, stellt sich die Frage: „Wo warst Du eigentlich?“ Die Veranstaltung der NPD und ihre Verwertung in den Medien haben nichts mit einander gemeinsam. Auch das könnte man als "Fake News" bezeichnen. Generell spricht sich die NPD gegen eine Zensur bei Facebook & Co. aus. Jugendliche sollten in der Schule so politisch und sozial erzogen werden, damit sie auf "Hasskommentare" verzichten  und auch "Fake News" als solche erkennen können.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2017, 08:16 Uhr